Vesoxx: Von Oxyton zu Klosterfrau

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Berlin - Die Klosterfrau-Tochter Farco-Pharma hat das Anticholinergikum Vesoxx (Oxybutyninhydrochlorid) aufgekauft: Bisher wurde es von Oxyton Pharma vertrieben. Für die besondere Darreichungsform ist ab 2020 der europaweite Vertrieb geplant.

Bei Vesoxx handelt es sich um ein Anticholinergikum, dass durch direkte Instillation über einen Kathether lokal in die Blase appliziert wird. Es wird verwendet bei neurogenen Blasenentleerungsstörungen, die durch eine Querschnittslähmung infolge von Rückenmarksverletzungen oder Spina bifida auftreten. Bei der neurogene Blase kommt es meist zu Symptomen wie anstrengender Harnentleerung, Schmerzen beim Wasserlassen, häufigem Harndrang, Harnstrahlunterbrechungen oder sogar Inkontinenz. Die Symptome können die Lebensqualität der Betroffenen erheblich einschränken.

Häufig können solche Patienten mit oralen Darreichungsformen nicht zufriedenstellend eingestellt werden. Vesoxx stellt somit eine besondere und bisher einzigartige Darreichungsform in diesem Bereich dar. Da der Wirkstoff nicht über andere Organe verstoffwechselt werden muss, gelangt er durch die spezielle Applikationsart direkt an seinen Wirkort: Dadurch soll nicht nur eine gezielte Wirkung, sondern auch eine Reduzierung von systemischen Nebenwirkungen erreicht werden. Vesoxx verhindert Infektionen des Harntraktes und Schädigungen der Nieren. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Mundtrockenheit, Schläfrigkeit und Verstopfung.

Das Arzneimittel kann bereits bei Kindern ab sechs Jahren und Erwachsenen eingesetzt werden. Die Dosierung von Vesoxx wird individuell berechnet und mithilfe von regelmäßigen Untersuchungen an die Blasenfunktion angepasst. Die Startdosis für Jugendliche ab zwölf Jahren und Erwachsene beträgt in der Regel 10 ml pro Tag. Bei Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren sind es 2 ml pro Tag.

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