Rote Hand-Brief

Parenterale Ernährung für Frühgeborene: Lichtschutz gegen unerwünschte Wirkungen APOTHEKE ADHOC, 02.09.2019 16:07 Uhr

Berlin - Laborstudien und klinische Studien haben gezeigt, dass die Exposition von Produkten für die parenterale Ernährung (PE) gegenüber Licht die Bildung von Peroxiden und anderen Abbauprodukten verursacht. Um dem entgegen zu wirken wurde nun ein Rote-Hand Brief veröffentlicht.

In Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) wurden die Informationen zum notwendigen Lichtschutz zur Reduktion schwerwiegender Unerwünschten Nebenwirkungen über die Arzneimittelkommission der deutschen Apotheker (AMK) mitgeteilt.

Neben dem Umgebungslicht trägt auch energiereiches Licht (Phototherapie) zur Bildung von Peroxiden bei. Zu den Quellen, die den Einfluss des Lichts belegen, gehören Studien, welche zeigen, dass die Bildung von lichtinduzierten Abbauprodukten in PE-Produkten durch die Anwendung verschiedener Lichtschutzmaßnahmen verlangsamt oder verhindert werden kann.

Sehr unreife Neugeborene haben ein besonders hohes Risiko für oxidativen Stress in Verbindung mit Risikofaktoren, wie ein noch nicht voll entwickeltes Immunsystem, Entzündungsreaktionen mit reduzierter antioxidativer Abwehr, Sauerstofftherapie und zusätzlicher Exposition gegenüber Phototherapie. Zwar liegen Daten zu den angesprochenen Risiken hauptsächlich für Frühgeborene vor, dennoch sollten vorsichtshalber auch PE-Produkte vor Licht geschützt werden, die reifen Neugeborenen und Kindern bis zum Alter von 2 Jahren verordnet werden.

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