ZNS-Infektion unter Gilenya?

, Uhr
Berlin -

Bei Gilenya (Fingolimod) gibt es Hinweise auf eine weitere

schwerwiegende Nebenwirkung. Der US-Arzneimittelbehörde FDA liegt eine

Meldung aus Europa vor, nach der ein mit Gilneya behandelter Patient

eine seltene und gefährliche ZNS-Infektion erlitten hat. Die Behörde

prüft jetzt, ob die Viruserkrankung auf die MS-Tablette zurückzuführen

ist.

Laut FDA ist es der erste Fall, bei dem unter Gilenya – ohne Vorbehandlung mit Tysabri (Natalizumab) – eine progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) beobachtet wurde. Bei dem Antikörper wird auf diese Nebenwirkung in der Fachinformation hingewiesen.

Allerdings unterscheidet sich die Wirkweise: Natalizumab blockiert die α4-Untereinheit von T-Zell-Integrinen und damit deren Interaktion mit endothelialen Rezeptoren , deren Aktivität wiederum für die Migration von Lymphozyten durch die Blut-Hirn- Schranke notwendig ist.

Fingolimod verhindert als Analogon des Gewebshormons Sphingosin-1-phosphat (S1P) durch Bindung an den S1P1-Rezeptor auf T- und B-Lymphozyten die Einwanderung entzündungsfördernder Zellen.

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