Rote-Hand-Brief

Malignom-Gefahr unter Revlimid

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Patienten, die mit Revlimid (Lenalidomid) behandelt werden, haben ein erhöhtes Risiko, sekundäre Primärmalignome zu entwickeln. Darauf weist der Hersteller Celgene in einem Rote-Hand-Brief hin. Die Therapie sollte durch die üblichen Maßnahmen der Früherkennung begleitet werden; gegebenenfalls müsse eine entsprechende Therapie eingeleitet werden. Außerhalb der zugelassenen Indikation sollte der Immunmodulator nicht verwendet werden.

Revlimid ist in Kombination mit Dexamethason für die Behandlung von Patienten mit multiplem Myelom zugelassen, die mindestens eine vorausgegangene Therapie erhalten haben. In dieser Indikation wurde in klinischen Studien erhöhte Inzidenz sekundärer Primärmalignome beobachtet (3,98 pro 100 Patientenjahre in der mit Lenalidomid behandelten Gruppe gegenüber 1,38 pro 100 Patientenjahre in der Kontrollgruppe). Dagegen war das Risiko bei Patienten mit neu diagnostiziertem multiplem Myelom 4-fach erhöht (7,0 Prozent vs. 1,8 Prozent).

Die EMA hatte das Risiko untersucht. Entsprechende Warnhinweise wurden in die Fachinformation übernommen.

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