Wer, wenn nicht die Apotheker!

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Eine Befürchtung war, dass Frauen sich die Notfallmedikamente nicht erst im Notfall besorgen würden, sondern in der Hausapotheke auf Vorrat legen würden. Abgesehen davon, dass dies auch unter der Rezeptpflicht möglich war, sprechen die Zahlen nicht für diese Theorie. Der Absatz der Pille danach ist im erwartbaren Ausmaß gestiegen.

Doch künftig könnten die Apotheker sogar explizit gehalten sein, zwei Packungen der Pille danach abzugeben: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) verlangt von den Herstellern eine Ergänzung der Fachinformation und Information der Fachkreise: Bei bestimmten Comedikationen soll die Dosierung entsprechend angepasst werden, um eine Schwangerschaft wirksam zu verhindern.

Da mittlerweile 80 Prozent der Frauen sich das Mittel ohne Rezept besorgen, liegt die Verantwortung auch für eine Doppelabgabe hauptsächlich bei der Apotheke. Ärgerlich genug, dass über die Anpassung wieder nur die Gynäkologen informiert werden sollen. Das zeigt, dass die Debatte noch nicht zu Ende geführt ist: Die Apotheker müssen sich weiter beweisen und dafür eintreten, Verantwortung übernehmen zu dürfen, die sie bereit und befähigt sind zu schultern.

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