Für verschiedene Impfstoffe sind Lieferengpässe gemeldet. Diese werden vom Paul-Ehrlich-Institut (PEI) veröffentlicht. Zum Teil stehen Alternativen zur Verfügung. Fehlen diese, liefert die Ständige Impfkommission (Stiko) Empfehlungen.
Laut Definition wird bei einem Impfstoff von einem Lieferengpass gesprochen, wenn für das Vakzin eine voraussichtlich über zwei Wochen hinausgehende Unterbrechung der Auslieferung durch den Hersteller im üblichen Umfang besteht oder eine unerwartete, deutlich vermehrte Nachfrage vorliegt, die der Hersteller nicht angemessen bedienen kann.
Der Tollwut-Impfstoff (Virusimpfstoff, inaktiviert) Verorab (Sanofi) fehlt voraussichtlich bis Ende Oktober 2026.
Bei einigen Impfstoffen sind nur einzelne Packungsgrößen nicht verfügbar. Somit kann auf andere Abpackungen zurückgegriffen werden. Dazu gehören derzeit Boostrix Polio (Diphtherie Tetanus Pertussis, Poliomyelitis, GlaxoSmithKline) als Einzelpackung bis voraussichtlich 18. August sowie Heplisav B (Hepatitis B Impfstoff, Dynavax) zu 2,5 ml bis voraussichtlich Jahresende.
Ixiaro, der Impfstoff gegen Japanische Enzephalitis, bleibt voraussichtlich bis Ende September von Lieferengpässen betroffen. Aktuell ist hierzulande kein zugelassener alternativer Impfstoff verfügbar. „Eine Abfrage in regionalen Apotheken kann klären, ob trotz des offiziell deklarierten Lieferengpasses ggf. regional noch Restbestände des Impfstoffs Ixiaro vorhanden sind“, informiert die Stiko.
Laut Empfehlung der Expert:innen könnte bei Langzeitaufenthalten in Endemiegebieten eine Impfung vor Ort erfolgen. Allerdings ist Vorsicht geboten, denn in einigen Ländern wie beispielsweise Australien und Teilen Asiens werden auch attenuierte Lebendimpfstoffe gegen die Japanische Enzephalitis vertrieben. Diese unterscheiden sich in Zusammensetzung und Impfschema vom inaktivierten Japanische-Enzephalitis-Impfstoff Ixiaro. Zudem darf eine Expositionsprophylaxe in Form eines konsequenten Mückenschutzes nicht fehlen.
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