Tuberkulose

Hoffnung auf neuen Impfstoff

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Nach mehr als 80 Jahren wird in Deutschland zum ersten Mal ein viel versprechender Lebendimpfstoff gegen Tuberkulose am Menschen geprüft. Das teilten das Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie (MPI/Berlin) und das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (Braunschweig) mit. Seit dieser Woche werde der neue Impfstoff mit der Bezeichnung „VPM1002“ in einer Phase-I-Studie in Neuss an freiwilligen Probanden auf seine Sicherheit getestet, berichteten die Forschungsinstitute.

„Der neue Impfstoff baut auf dem weltweit am häufigsten verabreichten Lebendimpfstoff Bacille Calmette-Guérin (BCG) auf“, erläuterte Professor Dr. Stefan Kaufmann vom MPI. Bei Versuchstieren sei der gentechnisch hergestellte Impfstoff wirksam und sicher gewesen. Diese Wirkung soll nun auch am Menschen nachgewiesen werden. Bis zur endgültigen Zulassung des Impfstoffes werden, so schätzt Kaufmann, noch mindestens 10 Jahre vergehen.

An Tuberkulose erkranken laut MPI jährlich weltweit neun Millionen Menschen, zwei Millionen sterben daran. Damit ist Tuberkulose neben Aids die gefährlichste Infektionskrankheit. Viele Tuberkulosestämme sind inzwischen resistent gegen einen herkömmlichen Impfstoff sowie verschiedene Medikamente.

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