Corona und Impotenz

Erektile Dysfunktion durch Sars-CoV-2

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Berlin -

Je länger die Pandemie anhält, desto häufiger stellen Mediziner fest, dass Covid-19 zu unterschiedlichsten Symptomen führt. Auch nach überstandener Krankheit können Symptome wie Müdigkeit, Schwindel und eine verminderte Lungenfunktion bestehen bleiben. Zuletzt wurde auch ein Einfluss auf Demenz diskutiert. Nun vermuten Forscher, dass Sars-CoV-2 zu dauerhaften Potenzproblemen führen könnte.

Dass Covid-19 keine reine Lungenkrankheit, sondern eine multisystemische Erkrankung ist, haben Mediziner seit längerem erkannt. Auch nach überstandener Infektion können Beschwerden anhalten. Immer häufiger zeigt sich, dass die Erkrankung für viele Betroffene auch nach einem negativen Test noch nicht vorbei zu sein scheint. Beim sogenannten Long-Covid spricht man von Auswirkungen, die auch nach einem Monat nach der Infektion vorhanden sind.

Eine Umfrage unter britischen Ärzten ergab bereits im Sommer, dass die Komplikationen nach der Erkrankung weitaus schlimmer sein können als reine Müdigkeit und Schwäche – so wurden vor allem zerebrovaskulären Ereignisse und erhöhte Thrombose-Risiken festgestellt. Nun scheint eine weitere Auswirkung hinzuzukommen: Ärzte berichten darüber, dass männliche Covid-Patienten vermehrt unter erektiler Dysfunktion leiden.

So berichten US-Mediziner häufiger über Potenzprobleme bei Männern nach überstandener Corona-Erkankung. Gegenüber dem Nachrichtensender NBC Chicago schilderte die Medizinerin Dr. Dena Grayson, dass erste Untersuchungen darauf hindeuten, dass Covid-19 eine erektile Dysfunktion hervorrufen kann. „Selbst wenn es nach einer Infektion nur milde Krankheitssymptome gibt, haben wir festgestellt, dass Menschen langwierige Folgeschäden davontragen können. So haben wir erkannt, dass Männer langwierige Schwierigkeiten im Hinblick auf erektile Dysfunktion bekommen können“, so Grayson.

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