Endometriose: Neuer Therapieansatz

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Berlin -

Frauen, die unter Endometriose leiden, zeigen unterschiedlichste Symptome. Nicht für alle Patientinnen ebsteht ein Behandlungserfolg. Je nach Ausmaß der Erkrankung müssen die betroffenen Frauen sich einer Operation unterziehen. Der Leidensdruck bei Endometriose ist groß. Neue Forschungserkenntnisse könnten einen innovativen Behandlungsansatz etablieren.

In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 40.000 Frauen neu an Endometriose. Bei Betroffenen wächst Gebärmutterschleimhaut-ähnliches Gewebe außerhalb der Uterushöhle, etwa im Bauchraum, Eierstock oder Eileiter. Blase und Darm sind seltener betroffen. Die chronische Krankheit kann nur in Einzelfällen geheilt werden.

Gendefekt ist Ursache für Schmerzen

Forscher:innen der Universität Oxford (Großbritannien) konnten zeigen, dass rund die Hälfte aller Endometriose-Patientinnen einen Gendefekt aufweist. Diese genetische Disposition findet sich auf dem auf einem Abschnitt des Chromosoms 7p13-15. Hier liegen Varianten des Gens NPSR1 (Neuropeptid S Rezeptor 1) vor.

Bislang wusste man nicht, dass das Gen NPSR1 auch im Gewebe des Endometriums gebildet wird. Eigentlich kodiert das Gen ein Peptid, welches im Gehirn aktiv ist. Schwere Verlaufsformen der Endometriose waren mit einer speziellen Variante im Gen NPSR1 assoziiert.

Die Forscher:innen gehen davon aus, dass NPSR1 die wiederkehrende Entzündungsreaktion fördern könnte. Als Therapieansatz wählten die Wissenschaftler:innen die Rezeptorblockade. Für den NPS-Rezeptor war bereits eine hemmende Substanz bekannt – SHA 68R. Sollte die Inhibition klappen, so die These der Forscher:innen, so. müsste die Entzündungsreaktion eingeschränkt und die Schmerzen reduziert werden. Im Mausmodell konnte die These bereits bestätigt werden.

Behandlung bei Endometriose

Die Behandlung richtet sich nach der Intensität der Beschwerden. Sind die Schmerzen erträglich und besteht kein Kinderwunsch, so muss eine Endometriose nicht zwangsläufig behandelt werden. Frauen mit Kinderwunsch wird eine Therapie empfohlen.Die Einnahme von Gelbkörperhormonen kann die Regelblutung abschwächen und dadurch die Entzündungsherde zu einem gewissen Grad ruhigstellen. Der aktuelle Stand der Wissenschaft bestätigt, dass eine orale Hormoneinnahme die Gebärfähigkeit nicht erhöht. Arzneistoffe wie Dienogest können lediglich die Schmerzen und Blutungen lindern.

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