Biontech & Moderna: EMA prüft neue Nebenwirkungen

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Berlin -

Erst gestern wurde vom Ausschuss für Risikobewertung (PRAC) der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) die Aufnahme von neuen Nebenwirkungen in die Produktinformationen des Corona-Impfstoffs von Janssen empfohlen. Nun will die EMA auch weitere Nebenwirkungen bei Biontech/Pfizer und Moderna prüfen.

Die Meldungen über verschiedene Nebenwirkungen der Corona-Vakzine reißen nicht ab. Erst gestern hatte der PRAC empfohlen, die von anderen Impfstoffen bereits bekannte Immunthrombozytopenie in die Liste der möglichen Nebenwirkungen der Vakzine von Janssen aufzunehmen. Außerdem hatte der Ausschuss erstmals auch Schwindel und Tinnitus mit der Verabreichung des Impfstoffs in Verbindung gebracht.

Nun will die EMA auch die mRNA-Impfstoffe von Biontech/Pfizer und Moderna genauer unter die Lupe nehmen: Nach der Verabreichung der Vakzine war es Berichten zufolge zu neuen Symptomen gekommen – darunter allergische Hautreaktionen und Nierenerkrankungen. Konkrete Zahlen gab die EMA nicht bekannt – es handle sich jedoch um eine geringe Anzahl an Betroffenen. Die Behörde will nun beratschlagen, ob die Symptome als Nebenwirkung eingestuft werden.

Nach Ankündigung der EMA hatten die Börsenkurse prompt reagiert: Nachdem die Aktienkurse von Biontech und Moderna in den vergangenen Wochen extrem angestiegen waren, brachen sie nun deutlich ein: Die Biontech-Aktie verlor zeitweise mehr als 14 Prozent, Moderna sogar 16 Prozent. Stellungnahmen der beiden Hersteller gibt es bislang nicht.

Biontech als Gewinner der Pandemie

Erst vor wenigen Tagen hatte Biontech die aktuellen Quartalszahlen vorgestellt: Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, stieg der Nettogewinn im zweiten Quartel auf knapp 2,8 Milliarden Euro. Für die ersten sechs Monate belief sich der Überschuss auf gut 3,9 Milliarden Euro. Der Umsatz wurde im 2. Quartal auf rund 5,3 Milliarden Euro gesteigert, für das erste Halbjahr ergab sich ein Gesamtumsatz von fast 7,4 Milliarden Euro.

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