Aus für Essure

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Berlin - Vermarktungsstopp für Essure: Bayer stellt nun auch in den USA die Vermarktung des Verhütungsmittels ein. Außerhalb des US-Marktes war bereits im vergangenen Jahr Schluss. Laut Bayer eine Entscheidung aus kommerziellen Gründen.

Zum Jahresende wird Essure vom US-Markt verschwinden. Ein Aus nach nur fünf Jahren, die Leverkusener hatte das Verhütungsmittel erst 2013 mit dem Kauf des US-Unternehmens Conceptus übernommen. 852 Millionen Euro hatte Bayer gezahlt. Seit der Zulassung von Essure im Jahr 2002 hatten laut US-Arzneimittelagentur (FDA) weltweit 750.000 Frauen das Verfahren genutzt.

Doch der Erfolg bleib aus. Die Umsätze waren rückläufig und die Meldungen zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen häuften sich. Laut FDA birgt der Einsatz ernsthafte Risiken. Die Frauen berichteten über langanhaltende Schmerzen, Perforationen von Gebärmutter und Eileiter sowie einer Wanderung des Verhütungsmittels in Becken oder Abdomen. Als die Gefahren bekannt wurden und die Meldungen zunahmen, reagierte die FDA.

Im September 2015 wurde ein Expertengremium eingerichtet, das die Patientenbeschwerden untersuchen sollte. Wenige Monate später – im Februar 2016 – forderte die FDA Bayer auf eine Postmarketing-Studie durchzuführen, die aufgrund der Überwachung nach der Anwendung eine Bewertung des Sicherheitsprofils ermögliche. Noch im selben Jahr folgte ein Black-Label-Warning. In der Folge sei laut FDA der Umsatz um 70 Prozent zurückgegangen.

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