Alzheimer-Medikament: FDA lässt Aducanumab zu

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Aducanumab stammt aus Zellen von gesunden älteren Patienten ohne kognitive Beeinträchtigungen oder kognitiv beeinträchtigten älteren Patienten mit einer ungewöhnlich langsamen Abnahme der entsprechenden Fähigkeiten. Der Wirkstoff ist eine Entwicklung von Biogen und Eisai. Aducanumab bindet lösliche Oligomere und Ablagerungen von fibrillärem Amyloid-beta mit hoher ZNS-Penetration.

Die Forscher bewerteten die Wirksamkeit von Aduhelm in drei separaten Studien mit insgesamt 3482 Patienten: Die Studien bestanden aus doppelblinden, randomisierten, placebokontrollierten Dosisbereichsstudien bei Patienten mit Alzheimer-Krankheit. Patienten, die die Behandlung erhielten, zeigten eine signifikante dosis- und zeitabhängige Reduktion der Amyloid-Beta-Plaques, während die Patienten im Kontrollarm der Studien keine Reduktion aufwiesen.

Die Fachinformationen von Aduhelm beinhalten verschiedene Warnhinweise: einen für Amyloid-bedingte Bildgebungsstörungen, die sich am häufigsten als vorübergehende Schwellung in Bereichen des Gehirns darstellen, und einen weiteren für das Risiko von Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Angioödem und Urtikaria. Die häufigsten Nebenwirkungen von Aduhelm waren Kopfschmerzen, Stürze, Durchfall und Verwirrtheit, veränderter Geisteszustand und Desorientierung.

Bislang gibt es noch kein Arzneimittel, das die Krankheit heilen kann. In der Therapie kommen beispielsweise Acetylcholinesterase-Hemmer zum Einsatz, die den Abbau von Acetylcholin an der Synapse verzögern. Der Transmitter sorgt für die Signalübertragung an der Nervenzelle. Außerdem kann der NMDA-Antagonist Memantin die Nervenzellen vor einem übermäßigen Einstrom des Neurotransmitters schützen. Eine Überbelastung soll zu einem Absterben der Nervenzellen führen. Weiterhin kommen Ginkgo-Präparate in der Behandlung der Alzheimer-Krankheit zum Einsatz.

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