Asthma, Heuschnupfen & Co.

Allergien erhöhen Risiko für Bluthochdruck

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Berlin -

Allergien können für Betroffene in den warmen Monaten besonders belastend sein. Eine Analyse aus den USA zeigt nun, dass Asthma & Co. auch das Risiko für Bluthochdruck und koronare Herzkrankheit (KHK) erhöhen können.

In der Vergangenheit haben sich bereits verschiedene Untersuchungen mit den Auswirkungen von Allergien auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen beschäftigt. Die Ergebnisse waren jedoch kontrovers. Die aktuelle Untersuchung des American College of Cardiology (ACC) hat sich auf das kardiovaskuläre Risiko fokussiert.

Atemwege & Haut: Allergien können vielseitig sein

Für die Analyse wurden die Daten des National Health Interview Survey (NHIS) aus dem Jahr 2012 ausgewertet. Dabei handelt es sich um eine Querschnittsbefragung der US-Bevölkerung. Allergiker:innen wurden dabei zusammengefasst als Personen, die unter mindestens einer allergischen Erkrankung – darunter Asthma, Atemwegsallergien, Nahrungsmittelallergien oder Hautallergien – litten.

Insgesamt wurden die Daten von mehr als 34.400 Erwachsenen mit einem Durchschnittsalter von 48,5 Jahren berücksichtigt. Über die Hälfte der Teilnehmenden waren Frauen. Insgesamt wurden bei der Analyse 10.045 Allergiker:innen erfasst. Es zeigte sich, dass Personen mit allergischen Erkrankungen in der Vorgeschichte ein erhöhtes Risiko für die Entstehung von Bluthochdruck und koronarer Herzkrankheit aufwiesen. Am höchsten war das Risiko, wenn ein allergisches Asthma vorlag.

Das Team empfiehlt daher, Patient:innen mit allergischen Erkrankungen besonders zu überwachen: So sollten beispielsweise routinemäßige Blutdruckmessungen und Untersuchungen auf koronare Herzkrankheit durchgeführt werden, um eine frühzeitige Behandlung einleiten zu können.

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