Wer zahlt bei Cyber-Angriffen?

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Berlin - Ohne IT-Unterstützung wäre eine Apotheke heute aufgeschmissen, doch moderne Technik schafft auch neue Risiken. Ein Ausfall der EDV oder gar eine Betriebsunterbrechung können große finanzielle Schäden verursachen. Gleichzeitig kommen Cyber-Angriffe auch in Apotheken immer häufiger vor. Inhaber sollten darauf achten, diese Risiken entsprechend abzusichern. Dafür gibt es nach Angaben der Macher jetzt erstmals eine apothekengerechte Cyber-Police.

Die Absicherung von Cyber-Risiken hat Berührungspunkte mit verschiedenen anderen Versicherungen: Haftpflicht und Betriebsunterbrechung sind die bekanntesten davon. Versichert wird insbesondere die Verletzung der Informationssicherheit, wie Versicherungsmakler Christina Ring aus Dresden erklärt. Er hat sich mit seinem Kollegen Kristian Adam sowie Karsten Winkelmann und Ralf Kellner aus Magdeburg, René Berger aus Schleiz und Michael Jeinsen aus Berlin im Netzwerk „Die ApothekenHelfer“ zusammengeschlossen und eine Police entwickelt, die den neuen Anforderungen gerecht werden soll.

Versichert sein müssen demnach nicht nur elektronische Angriffe auf das System, unberechtigte Zugriffe oder der Einfall von Schadsoftware, sondern auch eine Verletzung datenschutzrechtlicher Vorschriften durch eine Handlung (oder Unterlassung) des Apothekers. Ein Ersatz von Vermögenswerten – wenn sprichwörtlich das Konto leergeräumt wird – lässt sich dagegen nicht absichern.

Apotheker haben auf der technischen Seite den Vorteil genormter IT-Schnittstellen. Eine 100-prozentige Sicherheit gibt es aber auch für sie nicht, wie verschiedene Fälle belegen. Die PharmaCyb-Versicherung bietet eine Schaden-Hotline und garantiert die Bereitstellung eines IT-Forensikers im Schadenfall. Routine kann in so einem Fall hilfreich sein – vor allem nach der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) mit ihrer 72-Stunden-Meldefrist. In der Kategorie Eigenschaden sind etwa die Kosten für eine Betriebsunterbrechung oder für die Datenwiederherstellung abgedeckt.

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