TV-Tipp

Sonnencreme: Mehr ist mehr APOTHEKE ADHOC, 31.05.2018 11:54 Uhr

Berlin - Sonnenschutz ist wichtig, so viel ist sicher, aber welcher Lichtschutzfaktor (LSF) ist der richtige, was sagt der überhaupt aus und wie viel vom Produkt muss aufgetragen werden? Diese und weitere Fragen wollte die Sendung „Plusminus“ gestern Abend beantworten.

Wer ein Bad in der Sonne nimmt, sollte sich schützen. Die Zahl der Hautkrebserkrankungen sei enorm gestiegen, erzählt Professorin Dr. Carola Berking, Dermatologin Universitätshautklinik München: „Man ahnt gar nicht, dass so ein schwarzer Fleck, der an irgendeiner Körperstelle sitzt und so langsam wächst, schon Metastasen setzen kann und fähig ist, Tochtergeschwülste in Lymphknoten und Organe des Körpers zu setzen, die dann tödlich sein können“.

Verbraucher wissen zwar um die Gefahren des Sonnenlichts, das zur Hälfte aus Infrarot, zu 40 Prozent aus sichtbarem Licht und zu 10 Prozent aus UV-Strahlung besteht. Während UV-A mit Alterung und Allergie in Verbindung gebracht wird, steht UV-B für Bräune und Brand. Laut Berking ist die Kombination für die Entstehung von Hautkrebs mit verantwortlich. Aber der Schutz sei den Verbrauchern gerade einmal 2,10 Euro pro Person und Jahr wert.

Jährlich würden dennoch mehr als 40 Millionen Packungen Sonnenschutz verkauft – Tendenz steigend. Gab es früher nur ein Produkt für alle, bedient der Markt heute beinahe jedes Bedürfnis bei individueller Formulierung. Die Zeiten von LSF und Sonnentypen 2, 4 und 6 – unterteilt in sonnengewöhnte Haut, normale Haut und sonnenempfindliche Haut – sind vorbei. Heute ist die Aufteilung viel komplexer, es gibt LSF 20, 30 oder 50. Was dieser aussagt, wissen nur wenige.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema