Schadstoffe

Autoabgase schädigen Kinderlungen

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Berlin -

Wollen Eltern mit ihrem Baby im Kinderwagen und kleinen Kind frische Luft schnappen, gehen sie am besten in autofreie Gebiete. Denn Säuglinge und Kinder bis acht Jahren reagieren einer schwedischen Studie zufolge besonders empfindlich auf Luftschadstoffe.

Ihre Lungenfunktion war dauerhaft beeinträchtigt, wenn sie im Alter von weniger als zwölf Monaten einer hohen Schadstoffbelastung ausgesetzt waren. Darauf weist Professor Dr. Harald Morr von der Deutschen Lungenstiftung hin. Die Lunge sei zum Zeitpunkt der Geburt noch nicht vollständig entwickelt, sondern benötige mehrere Jahre zum Ausreifen, erläutert er.

In der Studie beobachteten die Forscher mehr als 1900 Kinder von der Geburt bis zum achten Lebensjahr wiederholt unter anderem mit der Messung des Antikörpers IgE im Blut. Als die Kinder acht Jahre waren, testeten sie zusätzlich die Lungenfunktion. Außerdem erhoben sie die Schadstoffbelastung am Wohnort der Kinder und der Kita oder Schule.

Dabei zeigte sich, dass Kinder, die in ihren ersten zwölf Monaten in einer verkehrsreichen Umgebung aufwuchsen, acht Jahre später eine deutlich eingeschränkte Atemfunktion hatten. Jungen war stärker betroffen als Mädchen. Mehr Einschränkungen gab es auch bei Kindern, die allergisches Asthma oder eine Nahrungsmittelallergie hatten. Weniger dramatisch war offenbar der Einfluss einer Schadstoffbelastung nach dem ersten Lebensjahr.

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