Ratgeber

Kinder mit Depression – so helfen Eltern dpa, 01.09.2017 10:13 Uhr

Berlin - Es trifft nicht nur Erwachsene. Auch Kinder und Jugendliche können an Depressionen erkranken. Doch wie helfen Eltern ihrem Nachwuchs am besten?

Es begann vor drei Jahren: Zunächst war Laura häufiger traurig als sonst. Mit der Zeit wuchsen die Schwermütigkeit und Antriebslosigkeit immer mehr und wurden zum stetigen Begleiter. Für den Alltag konnte sich die heute 15-Jährige irgendwann kaum mehr motivieren. „Ich wollte lange Zeit keine professionelle Unterstützung annehmen, doch irgendwann bin ich an den Punkt gekommen, wo ich gemerkt habe, dass es nicht mehr ohne geht“, sagt sie. Mittlerweile wird Laura gegen Depressionen behandelt. Noch immer haftet der Krankheit ein Stigma an. Dass bereits Kinder erkranken können, ist wenig bekannt. Es gebe Leute, die ihr unterstellen, dass sie nicht krank sei und nur mehr Aufmerksamkeit bekommen wolle, erzählt Laura. Dabei gehören Depressionen nach Angaben der Stiftung Deutsche Depressionshilfe zu den häufigsten psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen. Bei Kindern im Vorschulalter und der Grundschule liegt die Häufigkeit bei unter 2 Prozent. Im Alter zwischen 12 und 17 Jahren sind schon 3 bis 10 Prozent aller Jugendlichen betroffen. Doch wie können Eltern erkennen, ob ihr Kind lediglich an einer Gemütsverstimmung leidet, die vorübergeht, oder ob es depressiv ist?

APOTHEKE ADHOC Debatte