Phantombild und Täterbeschreibung

Polizei sucht möglichen Apothekenräuber

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Berlin -

Die Hamburger Polizei fahndet mit einem Phantombild nach einem Räuber, der am Dienstag die Zahlstelle des Bezirksamtes Hamburg-Nord überfallen hat. Medienberichten zufolge gibt es Hinweise darauf, dass es derselbe Täter ist, der vergangene Woche Montag die Paracelsus-Apotheke überfallen hat.

Mit einer Schusswaffe hatte der Unbekannte am frühen Dienstagnachmittag die Zahlstelle des Bezirksamtes in Eppendorf überfallen und eine 24 Jahre alte Angestellte bedroht. Er forderte Geld von der Frau und konnte nach laut dem Hamburger Abendblatt mit rund 10.000 Euro Beute flüchten. Informationen der Zeitung zufolge gibt es Hinweise darauf, dass es sich um denselben Täter handelt, der auch vergangene Woche in der Apotheke zuschlug. Auch ein Zusammenhang zu anderen Raubtaten prüft die Polizei demnach.

Wie auch beim Überfall vergangene Woche begann die Polizei umgehend mit der Fahndung: Ein Dutzend Streifenwagen und der Polizeihubschrauber „Libelle 1“, der auch nach dem Überfall auf die Paracelsus-Apotheke zum Einsatz kam, suchten den Verbrecher – vergebens. Deshalb hoffen die Ermittler nun auf Zeugenhinweise aus der Bevölkerung.

Laut Täterbeschreibung handelt es sich um einen etwa 45 bis 55 Jahre alten Mann westeuropäischer, eher nordischer Erscheinung. Er ist ungefähr 1,90 Meter groß und hat eine schlanke Figur. Er habe ein „eingefallenes Gesicht“ gehabt, einen Dreitagebart und ein eher ungepflegtes äußeres Erscheinungsbild gehabt. Sein Deutsch war akzentfrei, vor Aufregung habe er aber teilweise gestottert. Bei der Tatausführung war er mit einer dunklen Jacke, einem Kapuzenpullover, dessen Kapuze er bis über die Stirn gezogen hatte, und einer dunklen Hose, vermutlich einer Jeans, bekleidet.

Gegen 9.30 Uhr hatte ein bisher unbekannter Mann am 14. Oktober die Apotheke am Grindelberg nahe der U-Bahn-Station Hoheluft überfallen. Er hatte dabei einen Apothekenmitarbeiter verletzt und konnte daraufhin fliehen. Polizei und Ermittler des LKA waren kurz darauf vor Ort.

Auch der Polizeihubschrauber Libelle war nach der Tat im Einsatz. Der habe einen Mann ausfindig gemacht, der zur Täterbeschreibung passte – jedoch nicht der Räuber war. Dem Norddeutschen Rundfunk zufolge wurden insgesamt 18 Streifenwagen aus mehreren Bezirken der Hansestadt zusammengezogen. Der Apothekenmitarbeiter habe einen Schock erlitten.

Auch die umliegenden Anwohner wurden von der Situation beeinträchtigt: Zwischen den Stationen Kellinghusenstraße und Schlump war der Betrieb der U-Bahn-Linie U3 am Vormittag zeitweise unterbrochen worden, um den Täter den möglichen Fluchtweg abzuschneiden. Am Nachmittag brach die Polizei die Fahndung ergebnislos ab.

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