Organtransplantationen

BGH verhandelt Organspende-Skandal

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Die juristische Aufarbeitung des Göttinger Transplantations-Skandals geht in die entscheidende Runde. Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) in Leipzig wird am Mittwoch über die Revision der Staatsanwaltschaft gegen das Urteil des Landgerichts Göttingen verhandeln. Das Gericht hatte den früheren Leiter der Göttinger Transplantationsmedizin im Mai 2015 freigesprochen. Es wird erwartet, dass der BGH noch am Mittwoch entscheidet.

Das Landgericht bescheinigte dem Chirurgen zwar Manipulationen medizinischer Daten, die eine schnellere Zuteilung von Organen für seine Patienten bewirkt hätten. Das Gericht sah darin aber keine strafbare Handlung.

Die Staatsanwaltschaft dagegen hatte acht Jahre Haft gefordert. Sie wertete es als versuchten Totschlag, dass andere schwerkranke Patienten durch die Manipulationen des Arztes auf der Warteliste nach unten gerutscht und dadurch möglicherweise kein lebensrettendes Organ bekommen hatten. Nach Bekanntwerden des Skandals im Jahr 2012 war die Zahl der Organspenden in Deutschland gesunken.

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