Organspende: Ermittlungen gegen Klinik

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Berlin -

Wegen möglicher Unregelmäßigkeiten bei Herztransplantationen an der Bad Nauheimer Kerckhoff-Klinik laufen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.

Es werde gegen Unbekannt ermittelt, unter anderem wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Transplantationsgesetz, sagte ein Justiz-Sprecher am Freitag in Gießen. Die Untersuchungen seien nach einer Anzeige im April in Gang gekommen. Man stehe im Austausch mit der Klinik, die am Freitag das Gutachten eines externen Sachverständigen vorgelegt habe. Dieses werde nun geprüft, teilte der Sprecher weiter mit.

Der Fall war am Vortag publik geworden. Im Jahresbericht der Prüfungs- und Überwachungskommission (PÜK), den die Bundesärztekammer am Donnerstag in Berlin veröffentlicht hat, wurden bei der Prüfung des Herztransplantationsprogramms der Kerckhoff-Klinik Unregelmäßigkeiten festgestellt. Die mittelhessische Klinik ist das einzige Herztransplantationszentrum für Erwachsene in Hessen.

„Bei der Prüfung des Herztransplantationsprogramms der Kerckhoff-Klinik GmbH Bad Nauheim wurden bei zahlreichen der überprüften Patienten systematische Richtlinienverstöße beziehungsweise Manipulationen festgestellt“, heißt es in dem Bericht. Bei zwölf Patienten aus den Jahren 2013 bis 2015 vermutet die Kommission, dass medizinisch nicht notwendige Medikationen vorgenommen wurden.

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