Altman will Aufsichtsbehörde

OpenAI-Chef: KI braucht dringend Regulierung

, Uhr aktualisiert am 19.02.2026 16:06 Uhr
Neu-Delhi -

Vor dem Hintergrund von Warnungen vor einer sogenannten Super-KI, die für die Menschheit zur Gefahr werden könnte, hat OpenAI-Chef Sam Altman erneut die Bildung einer weltweiten Aufsichtsbehörde nach dem Vorbild der Atomenergiebehörde (IAEA) angeregt. Es sei offensichtlich, dass man dringend Regeln und Sicherheitsmaßnahmen brauche, sagte er beim KI-Gipfel in Neu-Delhi. Das bekannteste Produkt von OpenAI ist die KI ChatGPT.

In den vergangenen Monaten waren Warnungen vor einer möglicherweise zerstörerischen Kraft von KI wieder lauter geworden, sollte die Technologie sich in immer schnelleren Schritten auch durch ihre eigene Einbindung in die Programmierung verbessern und zu einer Art Superintelligenz werden.

Nur noch ein paar Jahre bis zur Super-KI?

Man sei vielleicht nur ein paar Jahre von frühen Versionen einer solchen Intelligenz entfernt, sagte Altman. „Wenn wir mit unserer Einschätzung richtig liegen, könnte Ende 2028 ein größerer Teil der intellektuellen Kapazität der Welt innerhalb von Rechenzentren liegen als außerhalb.“ Dies solle ernsthaft in den Blick genommen werden. Er machte deutlich, dass KI den Arbeitsmarkt grundlegend verändern werde.

Altman wies auf weitere Gefahren und Ungewissheiten hin: eine mögliche Super-KI in den Händen von Diktatoren, ein Missbrauch als Biowaffe mit der Schaffung ganz neuer Krankheitserreger oder neue Arten von Kriegen. Es müsse eine gesamtgesellschaftliche Debatte geben, „bevor wir alle überrascht werden“.

Google-Chef betont positive Seiten von KI – Bill Gates sagt ab

Auch Tech-Riese Alphabet (Google) ist mit Konzernchef Sundar Pichai in Indien vertreten. Er wies in seiner Rede auf die Chancen von KI hin. Diese könne das Leben von Milliarden Menschen verbessern und einige der schwierigsten Fragen der Wissenschaft lösen. Pichai nannte die Suche nach Impfstoffen oder den Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen.

Microsoft-Mitgründer Bill Gates sagte seinen geplanten Auftritt bei der Konferenz ab. Nach jüngsten Veröffentlichungen von Akten im Fall des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein verzichtete er auf seine Rede, um sicherzustellen, dass der Fokus auf den zentralen Prioritäten des Gipfels läge, wie es auf X von der Gates Foundation in Indien hieß.

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