Sonnenbrandtimer und UV-Index

Hautkrebs: Prävention per App

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Berlin -

Hautkrebs bleibt deutschlandweit die am häufigsten auftretende Krebserkrankung – mit besorgniserregender Dynamik: Für das Jahr 2026 erwarten Expert:innen rund 355.000 Neuerkrankungen. Neben dem besonders aggressiven schwarzen Hautkrebs verzeichnen die Kliniken und Praxen vor allem beim hellen Hautkrebs, der direkt mit lebenslanger UV-Exposition zusammenhängt, eine massive Zunahme. Prävention und Sonnenschutz stellen die wichtigsten Maßnahmen dar. Eine neue App kann dabei helfen.

Die gute Nachricht: Kaum eine andere Krebsart lässt sich durch gezielte Prävention und frühzeitiges Erkennen so effektiv bekämpfen. Wird ein Tumor in einem frühen Stadium entdeckt, liegen die Heilungschancen bei über 90 Prozent. Das macht Aufklärung und regelmäßige Vorsorge im Alltag überlebenswichtig.

Beratungsbedarf in der Apotheke

Mit den anhaltenden Hitzewellen und der damit verbundenen intensiven Sonneneinstrahlung rückt der Schutz vor UV-Strahlung verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit. In den Apotheken steigt spürbar die Nachfrage nach Beratung zu wirksamem Sonnenschutz und der richtigen Pflege strapazierter Haut. Gleichzeitig zeigt sich ein Trend in der Bevölkerung, die eigene Hautgesundheit zunehmend digital zu unterstützen. Doch wie verlässlich sind solche Anwendungen und welche Rolle können sie künftig in der Patientenaufklärung einnehmen?

Das Tückische am Hautkrebs: Veränderungen entwickeln sich oft schleichend. Je früher ein malignes Melanom oder ein heller Hautkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Die regelmäßige Selbstuntersuchung der Haut, etwa nach der bekannten ABCDE-Regel für Muttermale, ist neben dem ärztlichen Hautkrebs-Screening ein zentraler Baustein der Prävention.

Dokumentationshilfe per App

In der Praxis fällt es vielen Menschen jedoch schwer, Veränderungen über Monate hinweg präzise im Gedächtnis zu behalten. Hier setzen digitale Dokumentationshilfen an – beispielsweise die App „Skinive“.

Auf dem Markt der Gesundheits-Apps etablieren sich zunehmend Anwendungen, die als Medizinprodukt zertifiziert sind – ein wichtiges Qualitätsmerkmal für Verbraucher und Fachkreise. Die europäische Software Skinive ist als Medizinprodukt der Klasse I eingestuft.

Solche Anwendungen dienen in erster Linie als digitales Tagebuch. Nutzende können Hautveränderungen oder Muttermale fotografisch erfassen und deren Entwicklung über einen längeren Zeitraum hinweg systematisch nachverfolgen. Moderne Anwendungen verknüpfen die Dokumentation oft mit aktuellen Umwelt- und Wetterdaten.

Funktionen wie die Anzeige des lokalen UV-Index, UV-Prognosen oder integrierte Timer für die sichere Sonnenexposition sollen das Bewusstsein für das individuelle Sonnenbrandrisiko im Alltag schärfen.

Unterstützung ja, Diagnose nein

Für die Beratung in der Apotheke ist eine klare Abgrenzung entscheidend: Digitale Anwendungen wie Skinive sind reine Präventions- und Dokumentationswerkzeuge. Sie sind ausdrücklich kein Ersatz für eine fachärztliche Diagnose.

Ihr digitaler Mehrwert liegt vielmehr darin, die Gesundheitskompetenz der Patientinnen und Patienten zu stärken. Eine gut geführte Fotodokumentation kann beim nächsten Termin in der dermatologischen Praxis als fundierte Diskussionsgrundlage dienen und den Arzt oder die Ärztin bei der Beurteilung unterstützen.

 

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