Gesundheitsministerin wirbt für HIV-Selbsttest

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Berlin - Brandenburgs Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij (Linke) wirbt bei Unklarheiten, ob eine HIV-Infektion vorliegt, für einen nun möglichen Selbsttest.

Bislang konnten sich Menschen nur in Arztpraxen, Aids-Hilfen oder Gesundheitsämtern testen lassen, sagte Karawanskij am Sonntag laut Mitteilung. Diesen Weg scheuten jedoch viele. Seit einer Woche sind in Deutschland HIV-Selbsttests frei verkäuflich. Sie zeigen nach 15 Minuten ein Ergebnis. Damit kann eine Infektion bereits zu einem früheren Zeitpunkt erkannt werden. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Institutes lebten Ende 2016 mehr als 470 Menschen in Brandenburg mit einer HIV-Infektion.

Nach der Entscheidung des Bundesrates über die Änderung der Medizinprodukte-Abgabeverordnung finden sich die ersten HIV-Selbsttests in den Apotheken. Drei Produkte mit Empfehlung der Deutschen Aidshilfe sind vertreten. Der Autotest VIH wird in Deutschland durch Ratiopharm vertrieben. Mit einem empfohlenen Verkaufspreis von knapp 35 Euro ist er der teuerste Test am Markt. Die Website zum Produkt beschreibt umfangreich Inhalt der Packung sowie die Anwendung und weist auf Studien hin, welche die Zuverlässigkeit belegen sollen. Ein Ergebnis soll nach 15 Minuten sichtbar sein.

Ein weiteres Produkt ist der Insti HIV Heimtest. Das Medizinprodukt kommt von der kanadischen Firma BioLytical Laboratories und kann online über den niederländischen Anbieter Self Care bestellt werden. Dort kostet der Test 29,95 Euro, die Doppelpackung ist für 49,95 Euro zu haben. Ab 15. Oktober soll das Produkt auch in Apotheken erhältlich sein. Vertriebspartner ist die Firma ApoDirekt IMP mit Sitz in Neuss. Bestellungen sind bereits möglich.

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