Ernährungsstudie

TK gegen Sanktionen beim Essen dpa, 11.01.2017 17:04 Uhr

Berlin - Die Techniker Krankenkasse (TK) wirbt für eine bewusstere Ernährung, aber ohne Verbote und Sanktionen. „Essen ist viel mehr als nur Nahrungsaufnahme. Es ist Kultur, Genuss und bringt Menschen zusammen“, erklärte TK-Chef Jens Baas anlässlich der Vorstellung einer neuen Studie zum Ernährungsverhalten in Deutschland.

Die Verbraucher in Deutschland wüssten zwar viel über die negativen Auswirkungen zu hohen Fleischkonsums – wie Massentierhaltung, Klimawandel oder eben Übergewicht. Sie passten ihr Essverhalten aber noch zu wenig diesen Erkenntnissen an, macht die Studie deutlich.

Es gebe viele vegane Kochbücher, McDonald's biete einen Veggie-Burger an, und viele Supermärkte verkauften fleischfreie Wurst. Aber nur zwei Prozent der Befragten gaben an, Vegetarier zu sein. „Vegan ernähren sich sogar nur ein Prozent“, hieß es. Aktuelle Zahlen des Robert-Koch-Instituts zeigen ebenfalls, dass nur vier Prozent der Bevölkerung auf Fleisch verzichten, so die TK über die Ergebnisse der Ernährungsstudie „Iss was, Deutschland“.

Immerhin bezeichneten sich 13 Prozent als „Flexitarier“. Diese ernähren sich hauptsächlich vegetarisch, nehmen aber gelegentlich auch hochwertiges Fleisch zu sich. Bei 41 Prozent dieser Flexitarier bedeutet das ein- bis zweimal in der Woche. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, nicht mehr als 600 Gramm Fleisch und Wurstwaren pro Woche zu essen.

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