„Mit Einschränkung geeignet“

Blasenschwäche: Warentest bewertet Rx-Arzneimittel APOTHEKE ADHOC, 25.09.2019 13:49 Uhr

Berlin - „Mit Einschränkung geeignet“: Stiftung Warentest hat verschreibungspflichtige Arzneimittel gegen Blasenschwäche untersucht. Vollends überzeugen konnten die Präparate nicht. Die Nase vorn haben demnach nicht-medikamentöse Maßnahmen.

Etwa jeder zehnte Deutsche hat laut Warentest seine Blase nicht mehr unter Kontrolle. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Die gute Nachricht: Die Probleme können behoben werden. US-Forscher hatten kürzlich 84 Studien zum Thema ausgewertet und sind zum Ergebnis gekommen, dass allgemeine Maßnahmen wie Beckenbodentraining besser helfen als Arzneimittel.

Bei Blasenschwäche können sowohl rezeptfreie als auch verschreibungspflichtige Arzneimittel zum Einsatz kommen. Im Rahmen der Selbstmedikation stehen Präparate mit Goldrute oder Kürbissamen zur Verfügung. „Zugelassen sind sie meist für „verwandte“ Leiden wie Blasenentzündung oder Prostatabeschwerden – und selbst in diesen Einsatzgebieten ist ihr Nutzen laut unseren Arzneimittelexperten oft unzureichend belegt“, schreibt Warentest.

Verschreibungspflichtige Arzneimittel bewerten die Experten als „mit Einschränkung geeignet“. Warentest empfiehlt die Präparate nur als Mittel der zweiten Wahl. Am besten helfen Darifenacin, Duloxetin, Oxybutynin, Propiverin, Solifenacin, Tolterodin und Trospium kombiniert mit nicht-medikamentösen Maßnahmen, wie es heißt. Vorausgesetzt alternative Maßnahmen allein seien nicht ausreichend. Vor allem Frauen in und nach den Wechseljahren würden Rx-Medikamente verordnet bekommen. Zum Teil würden auch Östrogene rezeptiert, die am besten lokal als Zäpfchen oder Creme appliziert werden sollten. Oral verabreicht können diese eine Inkontinenz gar fördern.

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