Bär-Apotheke: Apotheker-Gen vererbt

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Berlin -

Die Pharmazie liegt den Wollmanns im Blut. Nach dem ersten Apotheker der Familie, Ulrich Wollmann, führten dessen Sohn Peter und seine Frau Rosemarie 35 Jahre lang die Bär-Apotheke in Bernburg. Vor knapp drei Jahren hat sein Sohn Jörg die Familienapotheke übernommen. Während Peter Wollmann die Apotheke erfolgreich durch Irrungen und Wirrungen von DDR- und Wende-Zeit führte, will sich Wollmann Junior um die Zukunft kümmern und setzt auf Digitalisierung.

Seit mehr als 120 Jahren gibt es die Bär-Apotheke in Bernburg. Am 1. Dezember 1895 wurde sie von Alwin von Wahl aus der Taufe gehoben. Im Jahr 1942, mitten im 2. Weltkrieg, pachtete Ulrich Wollmann, Großvater des jetzigen Inhabers, die Apotheke. Die nötigen finanziellen Mittel, um sie zu kaufen, hatte der in Königsberg geborene Apotheker damals nicht.

„Bis zur Wende gab es in Bernburg nur vier Apotheken, die Grüne, die Rote, die Blaue und die Bär-Apotheke, die nach dem Bernburger Wappentier benannt ist“, erzählt dessen Sohn, der 68-jährige Peter Wollmann. Er hat im Haus, in dem sich die Apotheke befindet, nicht nur sein ganzes Leben lang hinter dem HV-Tisch gestanden, sondern ist dort auch aufgewachsen. Heute wohnt auch sein Sohn, der ebenfalls Apotheker ist, mit seiner Familie im Haus. „Wir haben kurze Wege. Wenn meine Frau und ich einmal beruflich sehr eingespannt sind, sind für Klara Oma und Opa gleich in der Nähe“, sagt Jörg Wollmann. Im Jahr 2015 hat er die Leitung der Bär-Apotheke übernommen.

Nach Großvater Ulrich und Vater Peter zog es auch den heute 41-Jährigen in die Apotheker-Branche. „Mein Vater hat nicht darauf gedrungen, dass ich Pharmazie studiere. Das wollte ich schon immer selbst machen“, sagt er. Wollmann hat genauso wie sein Vater an der Martin-Luther-Universität in Halle studieren. Die beiden hatten sogar mit Professor Peter Nuhn und Günter Peinhardt die gleichen Dozenten an Universität. Auch seine vier Jahre jüngere Schwester Annett ist Apothekerin und arbeitet derzeit in der Krankenhaus-Apotheke des Ameos-Klinikums.

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