Tilray: Neueinführungen für eine erleichterte Herstellung

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Berlin - Sind alle Rezeptangaben geprüft und vollständig, kann die Belieferung von Cannabisrezepten erfolgen. Häufig steht dann als nächstes die Identitätsprüfung an. Diese kann – je nach Ausstattung und Routine der Apotheke – viel Zeit in Anspruch nehmen. Für Blüten und Extrakte ist beispielsweise eine Dünnschichtchromatografie (DC) vorgesehen. Teure Referenzsubstanzen können bald durch einen Schnelltest abgelöst werden. Gerade für Apotheken, die sich auf die Cannabisversorgung spezialisiert haben, bedeutet die Einführung des Tilray Quick ID Kits eine enorme Arbeitserleichterung.

In der Apotheke muss aktuell jede Flasche Extrakt auf Identität geprüft werden. Hierfür führt die PTA eine DC durch. Der Zeitaufwand zur Identitätsprüfung ist höher als bei vielen anderen Substanzen. Die DC kann nicht für längere Zeit außer Acht gelassen werden, da die Gefahr besteht, dass sie „überläuft“. Ein weiteres Problem: Müssen mehrere Substanzen parallel geprüft werden, ist die DC-Kammer der limitierende Faktor. In den meisten Laboren existiert lediglich eine Kammer.

Nun hat Tilray einen weiteren unkomplizierten und validierten Schnelltest auf CBD und THC auf den Markt gebracht: Das Quick ID Kit dient der Prüfung auf Identität bei öligen Rezepturen. Im Testkit ist alles enthalten, was der Rezeptar benötigt, sodass jede ölige Substanz direkt getestet werden kann. Wichtig: Der Test beschränkt sich auf die Identifizierung von THC und CBD in vorgefertigten Lösungen. Für Blüten ist der Test nicht zugelassen. Das Ergebnis liegt schnell vor – innerhalb von fünf Minuten entwickelt sich die Farbe. Für den Vollspektrum-Cannabisextrakt THC25 liegt seit vergangenem November ein Schnelltest bei.

Testprinzip und Entsorgung

Das Testprinzip beruht auf einer Vergleichsmessung. Die verwendeten Anzeige-Reagenzien sorgen für eine Bestimmung von THC und CBD in der flüssigen Phase. Eine Farbskala zeigt das Ergebnis an. Im Set enthalten sind zwei Indikatoren, zwei Entwicklungsreagenzien, ein Verdünner und eine Pipette. Der Verdünner und der Indikator A enthalten Kaliumhydroxid. Reagenz A enthält Schwefelsäure. Alle drei Substanzen tragen das Gefahrenpiktogramm „ätzend“. Bei der Entsorgung sollte auf eine vorherige Verdünnung geachtet werden. Für die Entsorgung des Verdünners, der Entwicklungsreagenz und der Indikatoren A un B sollten die Vorschriften für die Entsorgung von nicht chlorierten, organischen Lösungen beachtet werden.

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