Wegen Coronavirus: Noventi sagt Messe ab

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Berlin - Der Apothekendienstleister Noventi sagt die Teilnahme an der Messe Altenpflege 2020 ab. Hintergrund ist das sich weiter ausbreitende Coronavirus. Gleichzeitig richtet Noventi einen eindringlichen Appell an den Veranstalter Vincentz der Messe in Hannover: „Werden Sie Ihrer Verantwortung zum Schutz der Pflegekräfte und der Patienten Deutschlands gerecht und sagen Sie die Messe ab!“

Die Messe soll vom 24. Bis 26. März in Hannover stattfinden. Mit Noventi fehlt definitiv einer der größten Aussteller. „Als marktführender Gestalter des deutschen Gesundheitswesens steht die Gesundheit und deren Schutz an oberster Stelle. Es ist unsere Aufgabe, mit dafür zu sorgen, dass die Akteure des deutschen Gesundheitswesens besonders in der aktuellen Lage arbeitsfähig bleiben und die gesundheitliche Versorgung der Menschen auch weiterhin sichergestellt ist“, so Noventi-Chef Dr. Hermann Sommer.

Der Apothekendienstleister sieht jetzt insbesondere den Veranstalter der Messe in der Pflicht. „Zum Schutz vor einer möglichen weiteren Ausbreitung des Coronavirus möglicherweise auf der Messe und insbesondere auf die dort anwesenden Pflegekräfte – die dann natürlich nicht mehr ihrem Auftrag der Pflege nachkommen können – ist die Absage der gesamten Messe Altenpflege unabdingbar“, so Noventi-Vorstand Dr. Sven Jansen. Sein Appell an den Veranstalter: „Werden Sie ihrer Verantwortung gerecht und sagen Sie die Messe zum Schutz der Pflegekräfte und der Patienten Deutschlands ab.“

Denn als Leitmesse im Pflegebereich sind Aussteller und Messebesucher laut Noventi vorrangig im Bereich der Pflege tätig. Damit bestünden zahlreiche Kontakte zu älteren und gesundheitlich beeinträchtigten Personen, die im Falle einer Corona-Infektion eine erhebliche Risikogruppe sind.

Noventi hat als Exklusivpartner von VISION.A, der Digitalkonferenz von APOTHEKE ADHOC, eine Verlegung der Veranstaltung ebenso voll mitgetragen. Die Konferenz findet jetzt am 25. und 26. Juni statt.

Intern hat Noventi bereits einige Maßnahmen eingeführt, um eine Ausbreitung des Coronavirus bestmöglich zu verhindern:

  1. Auf alle nicht zwingend notwendigen Dienstreisen wird in Absprache mit Ihren Vorgesetzten verzichtet. Meetings werden, wenn möglich, telefonisch oder per GoTo-Meetings durchgeführt.
  2. Mitarbeiter mit fiebrigen Erkrankungen bleiben konsequent zu Hause und kurieren sich aus. Die Inkubationszeit beträgt 14 Tage, erste Anzeichen sind Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber. Bei Verdacht auf Corona, halten Sie bitte die oben genannte Meldekette ein.
  3. Mitarbeiter, die zwar selbst noch keine Symptome aufweisen, aber in den letzten 14 Tagen Kontakt mit einer infizierten Person hatten oder sich in einer der aktuellen Verdachtsregionen aufgehalten haben (China und die betroffenen norditalienischen Regionen), werden angewiesen, Ihren Vorgesetzten unverzüglich darüber zu informieren und solange im Homeoffice zu arbeiten, bis die 14 Tage Inkubationszeit von den beiden genannten Zeitpunkten vorüber ist.
  4. Alle Mitarbeiter werden angehalten, die Desinfektionsmittelspender in den Toilettenräumen zu nutzen.
  5. Das Coronavirus wird durch Tröpfchen- und Schmierinfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Daher wird bitte, trotz aller Höflichkeit, ab sofort auf Händeschütteln verzichtet.
  6. Alle Mitarbeiter werden zudem dazu angehalten, sich an die üblichen Vorsichtsmaßnahmen während der Grippezeit zu halten: Regelmäßiges und ausreichend langes Händewaschen, in die Armbeuge oder ein Taschentuch niesen und husten, Taschentücher direkt entsorgen.

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