Viagra-Generika pushen Potenzmittel-Markt

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Berlin -

Sildenafil ist seit fast zwei Jahren patentfrei. Seitdem hat sich der Markt für Arzneimittel gegen erektile Dysfunktion stark verändert: Laut Analysen des Marktforschungsunternehmens IMS Health wurden im April insgesamt 228.000 Präparate gegen Erektionsstörungen abgegeben – 149.000 enthielten Sildenafil. Das entspricht einem Anteil von 65 Prozent.

Bereits kurz nach dem Patentablauf hatte sich der Markt laut IMS sprunghaft vergrößert: Von Mai 2013, dem letzten vollständig patentgeschützten Monat, auf Juli 2013 verbuchten die Marktforscher einen Anstieg des Gesamtmarktes um rund ein Viertel von 187.000 auf 232.000 Packungen. Die Zahl der abgegebenen Sildenafil-Präparate stieg im selben Zeitraum von 52.000 auf 120.000 Packungen.

Seit dem Patentablauf ist IMS zufolge eine Wellenbewegung zu beobachten: Im Dezember und im Juli ist die Abgabe von Präparaten gegen Erektionsstörungen etwas erhöht. Im Mittel pendelt sie sich bei rund 226.000 Packungen ein.

Der Generika-Anteil im Markt nimmt laut IMS stetig zu. Im April entfielen 148.000 Packungen auf Generika, 72.000 Packungen auf patentgeschützte Arzneimittel und 7000 Packungen auf Alt-Originale wie Viagra. Gleichzeitig gingen die Umsätze zurück. Wurden im Mai 2013 noch 15,6 Millionen Euro mit Arzneimitteln gegen Erektionsstörungen umgesetzt, waren es im April 2015 nur 13,2 Millionen Euro – ein Rückgang von 16 Prozent.

Der Patentablauf hatte laut IMS einen starken Wettbewerb und einen Preiskampf zur Folge. Der durchschnittliche Preis pro Packung sank von 83,42 Euro im Mai 2013 auf 57,89 Euro im April.

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