Shop Apotheke: Kein Geldbedarf bis Break-even | APOTHEKE ADHOC
Versandapotheken mit Verlusten

Shop Apotheke: Kein Geldbedarf bis Break-even

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Berlin -

Eine kräftige Kapitalaufstockung des Kontrahenten Zur Rose hat am Donnerstag auch den Kurs der Shop Apotheke belastet. CEO Stefan Feltens stellte klar, dass bei seinem Unternehmen kein akuter Geldbedarf besteht.

Zur Rose hat sich frisches Geld über eine Kapitalerhöhung beschafft und zudem eine Wandelanleihe platziert. Allerdings nahm der DocMorris-Mutterkonzern weniger Geld ein als erhofft: Mit der Ausgabe neuer Namensaktien strich das Unternehmen statt der erhofften 50 Millionen Franken nur 44 Millionen Franken ein. Hinzu kommt eine Wandelanleihe über 95 Millionen Franken, hier wurden ursprünglich 100 Millionen Franken angestrebt. Mit rund 6,8 Prozent ist die Anleihe außerdem deutlich teurer als die bisherigen, von denen eine im kommenden Jahr ausläuft.

Feltens äußerte sich am Donnerstag zu einer etwaigen Kapitalmaßnahme: „Wir benötigen kein weiteres Kapital, bis wir nachhaltig profitabel und Cashflow-positiv sind“, sagte er in einem Interview mit der Börsen-Zeitung. An der Stand-alone-Strategie er fest. Um Zur Rose hatte es jüngst Spekulationen um einen Verkauf oder eine Kooperation gegeben.

Liquide Mittel in Höhe von 226 Millionen Euro

Shop Apotheke schreibt zwar ebenfalls Verluste, allerdings in geringerem Umfang als Zur Rose. Entsprechend ist es um die Kapitalausstattung besser bestellt als zuletzt bei Zur Rose: Shop Apotheke verfügte zuletzt über liquide Mittel in Höhe von 226 Millionen Euro; mit zuletzt minus 21 Millionen Euro ist der negative Cashflow deutlich niedriger als bei Zur Rose. Hinzu kommt, dass eine ursprünglich im April kommenden Jahres fällige Anleihe über insgesamt 135 Millionen Euro mit einem Kupon von 4,5 Prozent bereits Ende 2020 abgelöst und günstig refinanziert werden konnte: Die neue Anleihe über 225 Millionen Euro mit einem Kupon von 0 Prozent läuft noch bis 2028.

Die Aktien von Zur Rose waren im frühen Handel zunächst um mehr als 11 Prozent eingebrochen auf ein neuerliches Rekordtief. Anschließend verringerten die Papiere die Verluste aber deutlich. Die Anteile von Shop Apotheke rutschten ebenfalls ab – auf den niedrigsten Stand seit April 2020.

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