Schülke bringt Chlorhexidin-Waschhandschuhe

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Berlin - Meistens werden postoperative Wundinfektionen durch den Patienten selbst verursacht. Schuld ist die die körpereigene Hautflora. Ein optimales Wundmanagement und eine regelmäßige dekontaminierende Körperwaschung können das Risiko von Wundinfektionen zuverlässig minimieren. Für den Klinik- und Pflegealltag eignen sich sogenannte Leave-On-Produkte besonders gut. Schülke bringt nun einen neuen reinigenden Waschhandschuh mit Chlorhexidin auf den Markt. Dieser kann überall dort, wo der Patient selbst nur eingeschränkt mobil ist, angewendet werden.

Nicht alle Patienten können problemlos gewaschen werden. Insbesondere in den ersten Tagen nach einer größeren Operation ist es den Betroffenen häufig nicht möglich, aufzustehen und Körperpflege zu betreiben. Doch gerade die in dieser Zeit kann es leicht zu Wundinfektionen kommen. In den ersten Tagen nach einem chirurgischen Eingriff ist die Wunde sehr empfindlich. Zusätzlich zu einem guten Wundmanagement kann auch die antimikrobielle Ganzkörperwaschung das Risiko solcher Infektionen minimieren.

Dekontaminierende Ganzkörperwaschungen können mit speziellen Waschhandschuhen durchgeführt werden. Die antimikrobiellen Waschhandschuhe von Schülke enthalten 2 Prozent Chlorhexidingluconat. Das Produkt ist anwendungsfertig. Die einzelnen Handschuhe können einer wiederverschließbaren Packung entnommen werden. Ein großer Vorteil zur herkömmlichen Waschung: Ein Nachspülen mit Wasser ist nicht erforderlich.

In Studien konnte die Eindämmung der Keimverschleppung durch Anwendung solcher Waschungen belegt werden. Sowohl die Übertragung von Vancomycin-resistenten Enterokokken (VRE) als auch die Übertragung des Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA) konnten um rund 25 Prozent reduziert werden. Chlorhexidin ist bakterizid, levurozid und nach zwei Minuten Einwirkzeit begrenzt viruzid. Somit ist der Handschuh auch wirksam gegen behüllte Coronaviren wie Sars-CoV-2.

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