Kommissionierer

Rowa etikettiert Packungen

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Berlin -

BD Rowa stattet seine Kommissionierer mit einer neuen Funktion aus: Mit einem Label Printer können Packungen automatisiert etikettiert werden. Die Lösung soll Apotheken und pharmazeutische Versorger dabei unterstützen, Arzneimittelpackungen patientenindividuell zu kennzeichnen – insbesondere bei komplexen Medikationsprozessen oder der Vorbereitung von Arzneimitteln für die Heimversorgung. Aber auch für Ausgabeautomaten könnte die Funktion von Bedeutung sein.

Die Kennzeichnung von Arzneimitteln ist in vielen Apotheken nach wie vor mit manuellen Arbeitsschritten verbunden. Das gilt insbesondere dann, wenn Medikamente patientenindividuell zusammengestellt, Teilpackungen verarbeitet oder Arzneimittel für die Versorgung zu Hause vorbereitet werden. Der neue Label Printer von BD Rowa soll die Kennzeichnung automatisieren: Kunden- und Dosierungsinformationen werden auf ein Etikett gedruckt und anschließend auf der jeweiligen Packung angebracht. Dadurch lassen sich laut Hersteller manuelle Zwischenschritte reduzieren.

Der Einsatz ist an allen Geräten möglich. Foto: BD Rowa

Je nach Etikettenformat und Packungsgröße können bis zu 12.000 Arzneimittelpackungen pro Etikettenrolle gekennzeichnet werden. Der Soft-Touch-Applikator unterstützt laut BD Rowa eine schnelle und einheitliche Anbringung der Etiketten. So könne der Prozess im Vergleich zur manuellen Etikettierung durchschnittlich um rund sechs Sekunden pro Packung verkürzt werden. Bei 500 geeigneten Packungen pro Arbeitstag entspreche das einer möglichen jährlichen Zeitersparnis von über 600 Stunden. Die gewonnene Zeit könne das Apothekenteam für Beratung, Medikationsmanagement und weitere patientennahe Leistungen nutzen.

Kubische Arzneimittelpackungen können abhängig von Etikettenformat und Packungsgröße automatisch gekennzeichnet werden. Der werkzeugfreie Wechsel von Verbrauchsmaterialien und die einfache Wartung sollen die Bedienung erleichtern und mögliche Ausfallzeiten reduzieren.

Anbindung an Warenwirtschaft

Zur Lösung gehören ein Hochleistungsdrucker und ein spezieller Soft-Touch-Applikator von einem deutschen Hersteller, der schon seit mehr als 15 Jahren Partner von BD Rowa ist. „Beides wird kombiniert mit einer Ausgabestelle mit integriertem Förderband, die auch dann funktioniert, wenn nicht etikettiert wird“, so eine Sprecherin.

Mit den Warenwirtschaftssystemen ist das Tool kompatibel. Foto: BD Rowa

Der Label-Printer könne in alle bestehenden und künftigen Modelle des BD Rowa Vmax 160 und BD Rowa Smart mit und ohne Fördertechnik integriert werden. Die meisten gängigen Warenwirtschaften unterstützten den Etikettierprozess mit ihren jeweiligen Systemen, darunter Pharmatechnik Ixos, Awinta Prokas und ADG S/A 3000. „Das patientenindividuelle Etikett wird mit einer integrierten Etikettendesign-Lösung gestaltet und die Informationen werden von der jeweiligen Warenwirtschaft aus den Verordnungsdaten des Rezepts übermittelt.“

Die Kosten seien variabel, je nachdem, ob es sich um eine Neuanlage oder Nachrüstung handele. Da alle Anlagen von BD Rowa kundenspezifische Lösungen seien, könne kein allgemeiner Preis genannt werden.

Nahtlose Integration

Als Bestandteil des Ökosystems von BD Rowa lässt sich der Label Printer in bestehende kompatible Automatisierungslösungen integrieren. Die Lösung kann sowohl in neuen Projekten als auch zur Erweiterung bestehender Installationen eingesetzt werden und lässt sich damit auch für Bestandskunden nachrüsten.

„Apotheken werden jeden Tag an Schnelligkeit, Präzision und Verlässlichkeit gemessen. Unser Anspruch ist es, sie dabei mit intelligenten Lösungen bestmöglich zu unterstützen“, sagt Dr. Torben Schüttfort, Managing Director bei BD Rowa. „Der neue BD Rowa Label Printer erweitert unser Portfolio um einen wichtigen Baustein und stärkt unsere Position als End-to-End-Partner für die Automatisierung von der Warenannahme bis zur Arzneimittelabgabe.“

Die Etikettierung findet bei der Auslagerung statt. Foto: BD Rowa

Laut Produktmanager Sven Schulze eignet sich der Label Printer für unterschiedliche Einsatzbereiche – von der Offizin über Backoffice-Prozesse bis hin zur Vorbereitung von Arzneimitteln für die Heimversorgung.

Einsatz am Ausgabeautomaten

Ein weiteres Einsatzgebiet könnten Ausgabeautomaten sein. Laut § 17 Abs. 1b Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) sind Medikamente bei der Abgabe durch automatisierte Ausgabestationen „für jeden Empfänger getrennt zu verpacken und jeweils mit dessen Namen und Anschrift zu versehen“. Die fehlende Möglichkeit der Etikettierung war auch im Modellprojekt zu Visavia in den Niederlanden anfangs die größte Herausforderung.

Mit dem Label Printer unterstreicht BD Rowa nach eigenen Angaben seinen Anspruch, die Zukunft der Apothekenautomation mitzugestalten: Als vernetzter Partner unterstütze man Apotheken und Gesundheitseinrichtungen dabei, neue Wege für Patient:innen zu gehen und den Standard für die pharmazeutische Versorgung von morgen zu setzen. Der BD Rowa Label Printer ist seit dem 15. September verfügbar.

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