Erstattungsbeträge

Importeure: Hersteller fürchten Wettbewerber Carolin Bauer, 25.05.2018 16:55 Uhr

Berlin - Die Reimporteure sehen sich nach der Entscheidung des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg (LSG) über die Verhandlungen von Erstattungspreisen bestärkt: Das „klare Urteil“ werde begrüßt, sagt ein Sprecher des Verbands der Arzneimittel-Importeure Deutschlands (VAD). Gestern wurde einer Klage des Verbands gegen mehrere Herstellerverbände stattgegeben, die nicht wollen, dass die Importeure mitverhandeln.

Die Reimporteure seien „als einzige Wettbewerber im patengeschützten und verschreibungspflichtigen Bereich grundsätzlich maßgebliche Marktteilnehmer“, so der Verbandssprecher. Das gelte auch für Arzneimittel, die das Nutzenbewertungsverfahren nach AMNOG durchlaufen haben, da die Importeure sich an dem ausgehandelten oder festgesetzten Erstattungspreis entweder orientieren müssten oder selbst in die Situation einer Preisverhandlung über ein zuvor bewertetes Präparat kommen könnten.

„Immerhin werden aktuell von 147 Präparaten mit Erstattungsbetrag 34 Prozent auch von Importeuren preisgünstiger vertrieben.“ Der Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH), der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI), Pro Generika und der Verband der forschenden Arzneimittelhersteller (VFA) sowie die Schiedsstelle sind dagegen, dass die Importeure über neue Erstattungspreise mitverhandeln.

„Die Einwände erschließen sich uns nicht, da der VAD in anderen Zusammenhängen bereits als maßgeblich behandelt wird“, so der Sprecher. „Paradoxerweise akzeptieren die Herstellerverbände hingegen den Generikaverband, der im Zusammenhang mit patengeschützten Arzneimitteln keinerlei Rolle spielt.“

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