Gericht verbietet Apotheken bei Amazon

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Moniert wird auch, dass alle Personen, die vor Einstieg des Konzerns in den Versandhandel mit apothekenpflichtigen Medikamenten schon Kunden bei Amazon waren, „zu keinem Zeitpunkt eine Genehmigung zur Speicherung und Weiterverarbeitung von gesundheitsbezogenen Daten abgegeben haben“. Dennoch erfolge im Auftrag des Apothekers eine Speicherung von Adressen, Zahlungsdaten des Bestellers und Name des Medikaments, welches wiederum Rückschlüsse auf das Krankheitsbild des Bestellers zulasse. Aber auch bei der Eröffnung eines Kontos werde der Kunde heute nicht gefragt, ob die Speicherung seiner Daten durch Amazon oder für einen Apotheker, der sich als Händler registriert habe, erfolgen dürfe. Dies sei „datenschutzrechtlich unzulässig und zu unterbinden“.

Im Juni 2017 waren bei 41 Versandapotheken, die ihre Produkte über Amazon anboten, Abmahnungen wegen Verstoßes gegen den Datenschutz eingegangen. Wie die Kanzlei betont, geht es nicht um ein „Abmahngeschäft“, sondern um die rechtliche Klärung des Sachverhaltes.

Vogel hatte zudem ein Gutachten von dem Juristen Professor Dr. Heinrich Amadeus Wolff anfertigen lassen, dass den Verkauf apothekenpflichtiger Arzneimittel über Amazon rechtlich bewertet – und in der seinerzeit praktizierten Form ebenfalls kritisch sieht.

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