Generikakonzerne

Umbau bei Actavis

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Berlin -

Dr. Claudio Albrecht und Peter Brock sind weg. Nach dem Abgang der beiden Krisenmanager beginnt beim weltweit drittgrößten Generikakonzern Actavis das nächste Kapitel. Der Mutterkonzern Watson will in den kommenden Monaten den Namen des einst isländischen Herstellers annehmen, weil der eine größere weltweite Präsenz hat. Dazu gibt es ein neues Logo, das sukzessive eingeführt werden soll. Geführt wird der neue Konzern vom Management in den USA.

Watson hatte Actavis im Frühjahr vergangenes Jahr für bis zu 4,5 Milliarden Euro gekauft. Die frühere Actavis-Zentrale im schweizerischen Zug wird zum internationale Konzernsitz für die Regionen Europa und Asien umgewandelt.

Der Standort wird von Lars Ramneborn, Senior Vice President für Europa, geführt. Der Pharmaexperte arbeitet seit 2010 für Actavis und war zuvor für die Sanofi-Tochter Zentiva tätig. Watson-CEO Paul M. Bisaro arbeitet weiterhin in Parsippany in New Jersey.

Die ehemalige Zentrale in Island spielt weiterhin eine wichtige Rolle in der Organisation. Von dort werden Bereiche wie Finanzen, IT, Forschung & Entwicklung und Zulassung sowie die Produktion für die europäischen Märkte gesteuert. Zudem ist der Lohnhersteller Medis, aus dem Actavis einst hervorgegangen war, ist weiter auf der Insel ansässig.

Größere Entlassungen soll es nicht geben: Ein Vorteil des Zusammenschlusses sei, dass sich das Geschäft ergänze, so eine Konzernsprecherin. Deshalb gebe es keine bedeutenden Restrukturierungspläne.

Das neue Actavis-Logo soll Ende Januar eingeführt werden und dann nach und nach auch auf den Packungen in Deutschland erscheinen. Es zeigt den Schriftzug in Grün statt wie zuvor in Orange. Darüber befindet sich eine zweifarbige Spirale, aus der der Umriss eines W für Watson sowie eines A für Actavis zu erkennen ist. Das Logo wurde von der Agentur Lippincott entworfen.

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