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Dipat: Das eigene Schicksal digital absichern APOTHEKE ADHOC, 03.04.2018 14:22 Uhr

Seit 2016 bietet Dipat zusätzlich einen speziellen Service für Angehörige: Wird die Patientenverfügung eines Nutzers abgerufen, bekommen festgelegte Vertrauenspersonen automatisch eine E-Mail und eine SMS. „So können wir sicherstellen, dass ein Abruf der Patientenverfügungen unserer Nutzer sofort bemerkt wird und deren Vertrauenspersonen schnell über einen Notfall informiert werden“, sagt Brandenburg, der Geschäftsführer ist. Zusätzlich schützt der Service vor Missbrauch: Sollte jemand unberechtigte Einsicht in die Online-Patientenverfügung haben, wird das durch die Benachrichtigungen schnell bemerkt. „Denn uns ist bewusst, dass es vielen Menschen Sorgen bereitet, ihre Daten beziehungsweise ihre Behandlungswünsche im Internet zu wissen.“

Einer der wichtigsten Geldgeber des Unternehmens ist die Madsack-Gruppe, in deren Zeitungen vergangenes Jahr für Dipat geworben wurde. Das Patientenverfügungsportal setzte bei der Kampagne nicht auf Schockbilder von Intensivstationen oder Komapatienten, sondern auf „Alte Meister“: In drei Gemälden von Jean-Francois-Pierre Peyron, Friedrich von Amerling und Louis Gallait hatte die Werbeagentur Voss lebenserhaltende Gerätschaften platziert.

Die Verfremdung durch die modernen Geräte sollte den Betrachter irritieren und ihm die Situation bewusst machen, ohne durch Schock oder Ekel abzuschrecken. Ein Arzt hatte zusätzlich ein Auge darauf geworfen, dass die Apparate realistisch aussehen. Neben der Sensibilisierung für das Thema wollte das Portal mit der Kampagne seine Anzahl von damals 3000 Nutzern erhöhen. Auch Dank eines mittlerweile professionalisierten Vertriebs mit Kooperationspartnern aus der Versicherungs- und Beratungsbranche ging der Plan auf. Mittlerweile hat Dipat rund 7000 Kunden.

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