BGH bestätigt Urteil

Cialis-Fälscher muss Lilly entschädigen Alexander Müller, 16.01.2020 13:08 Uhr

Berlin - Der Bundesgerichtshof (BGH) hat das Urteil gegen einen Betrüger bestätigt, der an einem massenhaften Handel mit Potenzmitteln beteiligt war. Davon profitiert auch der Pharmakonzern Lilly: Der Cialis-Hersteller hat sich im Rahmen des Strafprozesses Ansprüche auf Auskunft und Schadenersatz erstritten.

Die Betrüger waren als Duo aktiv: Einer der Angeklagten hatte zwischen Juni 2015 und Juni 2017 online Potenzmittel mit den Wirkstoffen Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil angeboten. Die Arzneimittel wurden nach den gerichtlichen Feststellungen aus Großbritannien eingeführt. Dieser Täter ist gegen die Entscheidung nicht in Revision gegangen, so dass das Urteil gegen ihn rechtskräftig wurde.

Der andere Angeklagte versuchte hingegen vor dem BGH sein Glück, nachdem das Landgericht Darmstadt ihn im März 2018 zu einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung verurteilt hatte. Er hatte den Mittäter gegen Geld beim Vertrieb der Arzneimittel unterstützt und unter anderem Verpackung und Versand übernommen. Außerdem hatte er drei Konten zur Zahlungsabwicklung der Bestellungen eröffnet, deren Führung er dem Komplizen überließ.

Die beiden waren offenbar sehr aktiv: Im Tatzeitraum erfolgten laut BGH mindestens 3953 Arzneimittelverkäufe, woraus Einnahmen von knapp 475.000 Euro resultierten. Im Juni 2017 lagen in den angemieteten Lagerstätten rund 77.500 verschreibungspflichtige Arzneimittel, darunter 1544 Stück gefälschte Cialis-Tabletten.

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