Beratungsterminal

Rowa-Warentest in der Apotheke

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Berlin -

Wenn Öko-Test & Co. sich eine Produktgruppe vorknöpfen, schrillen bei den Herstellern die Alarmglocken. Zwar spielen die Ergebnisse solcher Tests bei der Beratung in der Apotheke kaum eine Rolle. Doch der Automatenhersteller BD Rowa will das ändern: An der Freiwahlstele Vpoint sollen sich Kunden über die Inhaltsstoffe von Freiwahlprodukten informieren können.

Am Service- und Abgabeterminal Vpoint können Kunden künftig den Barcode eines Produkts einscannen und sich über die Inhaltsstoffe informieren. Der Automatenhersteller hat eine Vereinbarung mit Codecheck unterzeichnet. Das Unternehmen aus Zürich verfügt über eine Datenbank mit rund 34 Millionen Produkteinträgen – von Lebensmitteln und Haushaltsprodukten über Kosmetika bis hin zu Nahrungsergänzungsmitteln.

Neben der Fachinformationen sind Expertenbewertungen zu Inhaltsstoffen und Nährwerten hinterlegt. Codecheck beruft sich auf unabhängige Institutionen wie BUND, Greenpeace Schweiz, WWF und AK Wien. Codecheck hat sich zum Ziel gesetzt, Verbrauchern einen gesünderen und nachhaltigeren Konsum zu ermöglichen.

Auch BD Rowa will für mehr Transparenz im Markt sorgen. Vertriebsleiter Dirk Bockelmann ist sich bewusst, dass es Diskussionen mit den Herstellern geben wird und dass auch nicht jeder Apotheker von der Idee begeistert sein wird. Daher kann jeder Inhaber selbst entscheiden, ob der Rowa Vpoint die Inhaltsstoffdetails und deren Einstufung für die Gesundheit für Produkte von Marken wie Vichy, Caudalie, frei, Eucerin & Co. aufzeigen soll oder nicht.

BD Rowa will laut Bockelmann mit den neuen Funktionen einen Beitrag zur Beratungsqualität in den Apotheken in Deutschland, Österreich und der Schweiz leisten und die Abgrenzung zu Drogerieketten und Parfümerien für Freiwahlprodukte noch deutlicher herausarbeiten.

Das Unternehmen aus Kelberg beschäftigt sich schon seit längerer Zeit mit der Digitalisierung im Apothekenmarkt. Nach der virtuellen Sichtwahl Vmotion wurde mit Vpoint ein Beratungs- und Self-Checkout-Terminal entwickelt. An der Stele können Kunden anhand einer Körpersilhouette nach Produkten suchen, sich Selbstdiagnosetests anzeigen lassen und Themenwelten mit Produktempfehlungen erkunden. Optional gibt es eine Bezahlfunktion.

Bei der Expopharm vor einem Jahr hatte Rowa außerdem das Modul Vshelf vorgestellt – zwei große berührungssensitive Bildschirme, auf denen etwa in Eingangsbereichen von Firmen oder in Hotelfoyers OTC- und Freiwahlprodukte wie im Verkaufsregal präsentiert werden sollen. Neben dem Preisschild ist ein QR-Code abgebildet, der mit dem Handy eingescannt werden kann. Über einen Webshop, der auch von Rowa bereitgestellt wird, kann der Artikel so von unterwegs aus in der Apotheke reserviert und bezahlt werden. Der Kunde kann die Artikel in der Apotheke abholen oder nach Hause liefern lassen. Im November sollen in Heidelberg und Kassel zwei Pilotprojekte starten.

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