OTC-Produkte

Bepanthen: Salbenrührer spurt wieder

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Berlin -

Frohe Botschaft aus Leverkusen: Der neue Salbenrührer läuft wieder auf Hochtouren und die Bepanthen Augen- und Nasensalbe ist zumindest in der Tube à 5 g wieder voll lieferfähig.

Anfang Juni meldete Bayer Lieferprobleme bei der Augen- und Nasensalbe mit Dexpanthenol – einem der wichtigsten OTC-Produkte des Herstellers. Bepanthen steuert hierzulande mit 120 Millionen Euro knapp ein Fünftel des OTC-Umsatzes auf Basis der Apothekenverkaufspreise (AVP) bei. Bepanthol ist mit rund 15 Millionen Euro zu vernachlässigen.

Bayer kontingentierte das Produkt: „Um eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten, wird daher die bestellte Ware nur in reduziertem Umfang ausgeliefert“, so der Sprecher am Monatsanfang. „Trotz dieser Maßnahme kann es vorübergehend zu einer kurzzeitigen Lieferunfähigkeit kommen.“ Tatsächlich ist die Augen- und Nasensalbe in den Apotheken schon seit April gelegentlich defekt. Der Engpass sorgte in den großen Tageszeitungen für Schlagzeilen.

Die Gründe waren produktionstechnischer Natur: Bei der Einrichtung eines neuen Salben/-Creme-Mixers am Standort Grenzach sei es zu Problemen gekommen, einhergehend damit hätten sich technische Schwierigkeiten in der Abfülllinie ergeben. Diese sind nun offenbar behoben. Apotheken können beim Außendienst oder dem Großhandel die benötigte Ware bestellen. Bayer ist bei der Tube à 5 g „in vollem Umfang“ lieferfähig. Man arbeite „unter Hochdruck an der Lieferfähigkeit“ der Doppelpackung. „Somit wird auch diese Größe in den nächsten Wochen ebenfalls wieder vollumfänglich lieferbar sein.“

Zur 1950 eingeführten Marke gehören neben der Augen- und Nasensalbe und der Wund- und Heilsalbe eine antiseptische Wundcreme, ein Narben-Gel, Augentropfen sowie ein Meerwasser-Nasenspray. Die Sensiderm-Creme wird bei geröteten und juckenden Hautstellen eingesetzt, das Schaumspray bei Sonnenbrand und leichten Verbrennungen. Außerdem gibt es eine Lösung zur Heilung von Schleimhautverletzungen im Mund.

Bepanthen war vor 13 Jahren durch den Kauf der Sparte mit verschreibungsfreien Medikamenten vom Baseler Pharmakonzern Roche zu Bayer gekommen. Auch das Magenmittel Rennie und das in den USA erfolgreiche Schmerzmittel Aleve gehörten dazu. Für den Kauf hatten die Leverkusener seinerzeit 2,4 Milliarden Euro bezahlt und schlossen damit neben Johnson & Johnson sowie GlaxoSmithKline zu den weltweit führenden Anbietern von rezeptfreien Medikamenten auf.

2016 war Laif das Sorgenkind von Bayer. Es fehlte an Rohstoff, außerdem gab es immer wieder Probleme mit aufgequollenen oder aufgeplatzten Tabletten. Der Konzern hatte das Johanniskraut-Präparat mit Steigerwald übernommen; um die Probleme in den Griff zu bekommen, wurde im Herbst die Galenik überarbeitet.

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