Bepanthen heilt 3D-Hautmodell

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Berlin - Tierversuche stehen in der Kritik, vor allem bei Kosmetika. Ein Team um Professor Dr. Jens Malte Baron forscht an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen an dreidemensionalen Modellen der menschlichen Haut. Dabei wurde die Wirksamkeit von Dexpanthenol in vitro bestätigt.

Schon seit einigen Jahren wird in der dermatologischen Forschung auf 3D-Hautmodelle gesetzt. Grundlage ist eine Kollagenmatrix, auf der zunächst die hornbildenden Zellen (Keratinozyten) und einen Tag später die Bindegewegszellen (Fibroblasten) aufgebracht werden. Die Modelle weisen somit auch weitgehend die anatomischen und physiologischen Eigenschaften des menschlichen Organs auf.

Durch die Zugabe von speziellen Proteinen, zum Beispiel Interleukin 31 (IL-31), welches beim Krankheitsbild der atopischen Dermatitis vermehrt vorkommt, kann eine entsprechende Hautschädigung imitiert werden. Das Team aus Aachen untersuchte so die Wirkung der Bepanthen Sensiderm Creme sowie von Dermatop als Basistherapeutikum als Vergleich.

Es ist die erste Studie zur Wirkung von Basistherapeutika mithife eines standartisierten In-vitro-Hautmodells, welches eine IL-31-vermittelte Barrierestörung besitzt. Immunfluoreszenz-basierte wie auch histologische Untersuchungen zeigten dabei, dass die mit dem Dexpanthenol- und Ceramidhaltigen Präparat behandelten Kulturen nach einem Zeitraum von sechs Tagen eine deutlichere Verbesserung der Barrierestruktur und -funktion zurückerlangten als die mit Dermatop behandelten Modelle.

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