Wien: Apotheker sperrt Diebe in seiner Offizin ein

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Berlin - In Wien hat ein Apothekeninhaber besondere Geistesgegenwart bewiesen – und nicht gerade wenig Mut. Er sperrte sich mit zwei Dieben in der Offizin ein, um sie an der Flucht zu hindern. Für einen von ihnen endete der Tag in der Gefängniszelle.

Gegen 14.15 Uhr am Donnerstagnachmittag hatte der Apotheker das auffällige Verhalten zweier Kunden bemerkt: Sie waren offensichtlich dabei, Artikel zu stehlen. Doch mit einiger Voraussicht sprach er die beiden nicht direkt darauf an. Stattdessen verriegelte er die Ausgänge der Offizin elektronisch und sperrte die beiden 27 und 36 Jahre alten Männer mit sich ein.

„Anschließend sprach er die Tatverdächtigen auf den versuchten Diebstahl an, woraufhin die beiden den Mann zur Seite stießen und die Flucht ergreifen wollten“, erklärte ein Sprecher der Wiener Polizei. Doch weit kamen die beiden nicht. Sie mussten mit ihm warten, bis die Polizisten zu der Apotheke im Wiener Bezirk Rudolfsheim-Fünfhaus kamen.

Von den Beamten auf die Ereignisse angesprochen, versuchte einer der beiden offenbar noch, sich herauszureden. Er habe nicht versucht, etwas zu klauen, sagte der 36-Jährige den Polizisten, wie die Tageszeitung „Kurier“ berichtet. Sein 27-jähriger Komplize hingegen sei sofort geständig gewesen. Bei den beiden fanden die Beamten zudem noch Kosmetikartikel und Rasierklingen, die wohl von einer früheren Diebestour am selben Tag stammten.

Für den jüngeren der beiden Diebe ging die Geschichte doppelt schlecht aus: Gegen ihn lag bereits ein sogenannter Festnahmeauftrag des Bundessamts für Fremdenwesen und Asyl vor. Offenbar hat er keinen gültigen Aufenthaltstitel. Während der 36-jährige auf freiem Fuß blieb, wurde er in ein Polizeianhaltezentrum verbracht.

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