E-Rezept-Störung in Apotheken: Es konnten keine elektronischen Gesundheitskarten (eGK) der AOK bearbeitet werden – auch Barmer-Versicherte seien betroffen. Um kurz vor 18 Uhr konnte die Störung behoben werden.
Mehrere Dienste der Telematikinfrastruktur (TI) waren am Morgen teilweise gestört; das hatte auch Auswirkungen auf die Apotheken. E-Rezepte von AOK- und Barmer-Versicherten konnten nicht ausgelesen werden. Die Aktualisierung des eGK-Kartensystems (VSDM-CMS) sei teilweise gestört, berichtet die Gematik am Vormittag.
Es seien technische Redundanzmechanismen aktiv geworden, die das Einlösen von E-Rezepten trotz Störung des VSDM-Dienstes in Apotheken, die diese Mechanismen nutzten, ermöglichen, ergänzte die Gematik am Mittag.
Gegen 17.50 Uhr erfolgte dann die Entwarnung. „Die Störung konnte behoben werden. Es bestehen aktuell keine Beeinträchtigungen mehr bei der Nutzung von KIM und beim Einlesen von elektronischen Gesundheitskarten (eGK) für den Abruf von Versichertenstammdaten sowie dem Einlösen von E-Rezepten mittels eGK für betroffene Versicherte“, informiert die Gematik.
Zu den Einschränkungen beim E-Rezept hieß es: „Das Einlösen von E-Rezepten mit der eGK für Versicherte mit nicht aktuellen Versicherungsdaten ist teilweise gestört.“ Auch die Nutzung von E-Rezept-Funktionen durch Versicherte via App mit eGK war teilweise gestört. E-Rezepte konnten teilweise nicht mehr erstellt, eingestellt oder verändert sowie nicht eingelöst oder gelöscht werden. „Die Nutzung von E-Rezept-Funktionen durch Versicherte via GesundheitsID (Versicherungsapp) ist teilweise gestört“, so die Gematik.
Auch beim Abruf und die Gültigkeitsprüfung der Versichertendaten (VSDM-UFS) hatte es Probleme gegeben. Der Fachdienst AOK UFS des Anbieters ITSCare IT-Services für den Gesundheitsmarkt war nicht erreichbar. Teilweise Störungen gab es auch bei der Aktualisierung von Versichertendaten (VSDM-VSDD). Einschränkungen gab es auch bei KIM-Nachrichten und der elektronischen Patientenakte (ePA).
Gegen 11 Uhr berichtet die Gematik, dass die Störung größtenteils behoben sei. Apotheken dürften die Auswirkungen aber weiter spüren, denn es könne noch zu Beeinträchtigungen beim Einlesen der eGK/Versichertenstammdatenmanagement und bei der Nutzung von KIM kommen.
„Das ist ärgerlich, weil es die größten Krankenkassen sind“, sagt eine Inhaberin aus Rheinland-Pfalz. Von den bundesweit rund 75 Millionen gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland sind rund 27 Millionen bei der AOK, wie die Kasse mitteilt. Bei der Barmer sind laut eigenen Angaben rund 8,5 Millionen Menschen versichert. Einzelne Softwareanbieter hatten die Apotheken bereits informiert.
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