E-Rezeptausfall: Störung bei AOK und Barmer 10.02.2026 10:08 Uhr
E-Rezept-Störung in Apotheken: Es können keine elektronischen Gesundheitskarten (eGK) der AOK bearbeitet werden. Auch Barmer-Versicherte seien betroffen. Die Gematik informiert über einen Teilausfall verschiedener Dienste, von denen einzelne wieder laufen. Die Gematik sorgte zwischenzeitlich für eine Übergangslösung, um das Einlösen von E-Rezepten wieder möglich zu machen.
Mehrere Dienste der Telematikinfrastruktur (TI) waren am Morgen teilweise gestört. Das hat Auswirkungen auf die Apotheken. E-Rezepte von AOK- und Barmer-Versicherten könnten nicht ausgelesen werden. Die Aktualisierung des eGK-Kartensystems (VSDM-CMS) sei teilweise gestört, berichtet die Gematik.
Jetzt seien technische Redundanzmechanismen aktiv geworden, die das Einlösen von E-Rezepten trotz Störung des VSDM-Dienstes in Apotheken, die diese Mechanismen nutzten, ermöglichen, so die Gematik am Mittag.
E-Rezept massiv eingeschränkt
Zu den Einschränkungen beim E-Rezept heißt es, dass das Einlösen von E-Rezepten mit der eGK ist teilweise gestört sei. „Das Einlösen von E-Rezepten mit der eGK für Versicherte mit nicht aktuellen Versicherungsdaten ist teilweise gestört.“ Auch die Nutzung von E-Rezept-Funktionen durch Versicherte via App mit eGK sei teilweise gestört. E-Rezepte könnten teilweise nicht mehr erstellt, eingestellt oder verändert sowie nicht eingelöst oder gelöscht werden. „Die Nutzung von E-Rezept-Funktionen durch Versicherte via GesundheitsID (Versicherungsapp) ist teilweise gestört“, so die Gematik.
Mehrere TI-Störungen
Auch beim Abruf und die Gültigkeitsprüfung der Versichertendaten (VSDM-UFS) gebe es Probleme. Der Fachdienst AOK UFS des Anbieters ITSCare IT-Services für den Gesundheitsmarkt sei nicht erreichbar. Teilweise Störungen gebe es auch bei der Aktualisierung von Versichertendaten (VSDM-VSDD). Einschränkungen gebe es auch bei KIM-Nachrichten und der elektronischen Patientenakte (ePA).
Gegen 11 Uhr berichtet die Gematik, dass die Störung größtenteils behoben sei. Apotheken dürften die Auswirkungen aber weiter spüren. Denn es könne noch zu Beeinträchtigungen beim Einlesen der eGK/ Versichertenstammdatenmanagement und bei der Nutzung von KIM kommen.
Ärgerlich für Apothekenteams
„Das ist ärgerlich, weil es die größten Krankenkassen sind“, sagt eine Inhaberin aus Rheinland-Pfalz. Von den bundesweit rund 75 Millionen gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland sind rund 27 Millionen bei der AOK, wie die Kasse mitteilt. Bei der Barmer sind laut eigenen Angaben rund 8,5 Millionen Menschen versichert. Einzelne Softwareanbieter informierten die Apotheken bereits.
Laut dem Monitoring-Lagebild der TI ist der Trust Service Provider der Deutschen Telekom nicht erreichbar. Auch bei der Tochterfirma T-Systems gibt es Einschränkungen. „Es wurden funktionale Einschränkungen innerhalb der TI festgestellt, diese deuten auf einen Teilausfall hin“, so die Gematik. „Der Dienstleister ist bereits in der Analyse, um die Ursache schnellstmöglich zu beheben.“