Moderna kommt in die Arztpraxen

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Berlin -

Bislang können die Ärzt:innen drei Impfstoffe für die Immunisierung ihrer Patient:innen bei der Apotheke bestellen. Bald soll auch der Impfstoff von Moderna in den Praxen verimpft werden. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) sieht eine erste Auslieferung ab dem 3. Quartal vor.

Eigentlich sollte der Impfstoff von Moderna nicht an Praxen geliefert werden. Anfang April hieß, dass das Vakzin aufgrund der hohen logistischen Herausforderungen hinsichtlich der Vorgaben an Transportbedingungen zunächst nur an Impfzentren geliefert wird. Moderna teilte dem BMG im Austausch mit, dass es für die Sicherheit des Impfstoffes besser sei, wenn es nur einen Transportschritt gebe.

Nun soll der mRNA-Impfstoff doch über die Apotheken an die Arztpraxen verteilt werden. „Der Covid-19-Impfstoff von Moderna soll voraussichtlich im 3. Quartal 2021 auch an Arztpraxen geliefert werden“, teilt das BMG auf Anfrage mit. Der Impfstoff ist bei Temperaturen zwischen -25 und -15 °C sieben Monate haltbar. Bei Kühlschranktemperaturen (2 bis 8 °C) kann die unverdünnte Lösung 30 Tage aufbewahrt werden.

Der Impfstoff wird in Packungseinheiten zu je 10 Vials vertrieben. Jedes Vial enthält zehn Dosen Impfstoff à 0,5 ml. Bereits angebrochene Vials können bis zu sechs Stunden bei Zimmertemperatur gelagert werden – solange ist die chemisch-physikalische Stabilität seitens des Herstellers gewährleistet. Aus mikrobiologischer Sicht sollte das Vakzin umgehend verspritzt werden. „Falls der Impfstoff nicht direkt verwendet wird, liegen die Aufbewahrungszeiträume und -bedingungen während des Gebrauchs in der Verantwortung des Anwenders“, heißt es in der Fachinformation.

 

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