Kinderärzte: Hohe Nachfrage nach Impfungen für 5- bis 11-Jährige

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Berlin -

Die Kinderärzte in Deutschland sehen derzeit eine hohe Nachfrage nach Impfungen gegen Covid-19 für Fünf- bis Elfjährige.

Bisher seien 8,5 Prozent der Kinder dieser Altersgruppe geimpft worden, sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ), Jörg Dötsch, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Mittwoch). „Meist sind die Eltern gut informiert, sie selbst und auch ihre Kinder wollen die Impfung. Die Nachfrage in der Gruppe der Impfbereiten ist somit erst einmal hoch.“

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte Anfang Dezember die Corona-Impfung für Fünf- bis Elfjährige mit Vorerkankungen empfohlen. Die Empfehlung gilt auch für Kinder, „in deren Umfeld sich Kontaktpersonen mit hohem Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf befinden“. Auf individuellen Wunsch könnten aber auch Kinder ohne Vorerkrankung geimpft werden, hieß es.

Zu den Grunderkrankungen, die mit einem erhöhten Risiko für schwere Verläufe einhergehen, gehören:

  • Adipositas
  • Trisomie 21
  • Diabetes mellitus (nicht gut eingestellt)
  • Immundefizienz/ Immunsuppression
  • Angeborene zyanotische Herzfehler
  • Einkammerherzen nach Fontan-Operation
  • Chronische Lungenerkrankungen
  • Schweres oder unkontrolliertes Asthma (ein gut eingestelltes Asthma ist kein Risikofaktor)
  • Chronische Niereninsuffizienz
  • Chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen
  • Schwere Herzinsuffizienz
  • Schwere pulmonale Hypertonie
  • Syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung
  • Tumorerkrankungen und maligne hämatologische Erkrankungen
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