Unverpackt und ohne Anleitung: Kritik an Masken-Verkauf in Apotheken

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Wieso werden ausgerechnet in Apotheken Masken unverpackt und ohne Anleitung verkauft?

SWR hat beim Apothekerverband Baden-Württemberg nachgefragt. „Wir sind alle nur Menschen und natürlich kann ja da auch mal ein Fehler passieren – in der Hygiene oder dass auch vielleicht eine Information zu einer Maske nicht mit dazu zugegeben wurde, schlicht weil es vergessen worden ist. Da denke ich, kann man vielleicht auch ein bisschen großzügig sein“, so Frank Eickmann. Und schließlich würde ja auch der Zoll die Waren kontrollieren. „Wenn es da durchgeht, dann denke ich, ist für den Handel eigentlich schon mal Sicherheit, dass hier tatsächlich ordentliche und keine gefälschte oder verunreinigte Ware, in den Handel kommt.

Auch Maske einer Online-Apotheke in der Kritik

Nicht nur Masken aus öffentlichen Apotheken, sondern auch eine Maske einer Online-Apotheke fällt den Experten negativ auf. Der Maske fehlt jegliche Kennzeichnung – Marke, CE-Kennzeichnung, welche Norm erfüllt wird. „Meiner Meinung nach dürfte das allein schon vom Produktsicherungsgesetz nicht verkauft werden“, so Kreuzmann. „Es darf auf keinen Fall als FFP-Maske – Atemschutzmaske – verkauft werden. Es ist fahrlässig, weil es einfach, wenn es eine FFP-Maske ist, eine Maske ist, die vor lebensgefährlichen Risiken Schützen soll. Es ist dann nicht ok“, so Achim Theiler, Geschäftsführer FranzMensch GmbH.

SWR-Marktcheck fragt bei der Online-Apotheke nach. Diese teilte mit, die Masken seien einwandfrei und zertifiziert. Einen Nachweis habe das Verbraucher- und Wirtschaftsmagazin jedoch nicht erhalten.

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