Abholer, Gutscheine, Umtausch, Auszeichnung

MwSt-Senkung: Das müssen Apotheken beachten Nadine Tröbitscher, 30.06.2020 10:06 Uhr

Berlin - Ab morgen bis zum Jahresende sinkt der Mehrwertsteuersatz: von 19 auf 16 beziehungsweise von 7 auf 5 Prozent. Was Apotheken beachten müssen und warum sie heute noch einen Blick auf das Abholbrett werfen sollten, haben wir in Zusammenarbeit mit Torsten Feiertag, Steuerberater aus Berlin, zusammengestellt.

Das Konsumverhalten soll in der Corona-Krise angekurbelt werden, dazu hat die Bundesregierung ein Konjunkturpaket beschlossen. Ein Baustein ist die Mehrwertsteuersenkung, die auch mehr Kunden in die Apotheke bringen soll. Allerdings ist die Maßnahme mit einem Mehraufwand verbunden. Die Preisänderungen werden zum 1. Juli mit Ausnahme von Artikeln mit eigenen Nettopreisen automatisch eingespielt. Von monatsübergreifenden Vorgängen wird abgeraten. Apotheken sollten noch heute möglichst alle offenen Vorgänge abschließen.

Abholbrett bereinigen

Alle offenen Aufträge, die auf dem Abholbrett darauf warten, vom Kunden in Empfang genommen und bezahlt zu werden, sollen noch heute bearbeitet oder ausgeliefert werden. Denn ab morgen gelten die reduzierten Umsatzsteuersätze. Entscheidend ist dabei nicht das Bestelldatum, sondern das Lieferdatum, sprich das Datum der Leistungserbringung an den Kunden.

Tipp: Heute Abend alle offenen Aufträge auf dem Abholbrett vor der Mehrwertsteuersenkung stornieren und morgen zum neuen Mehrwertsteuersatz neu anlegen, beziehungsweise auf „Rückstellung unbezahlt“ setzen, soweit die Warenwirtschaft dies zulässt. Einen finanziellen Nachteil hat die Apotheke nicht zu befürchten. Die geschuldete Umsatzsteuer wird an den Kunden berechnet, wie sie an das Finanzamt abzuführen ist, ausgehend vom Nettobetrag.

Es kann sich in einigen Fällen ein Vorteil für die Apotheke ergeben. Ein Beispiel: Wenn der Wareneinkauf ursprünglich mit 19 Prozent Umsatzsteuer berechnet und der Verkauf mit 16 Prozent Umsatzsteuer belastet wird, entsteht, sofern der Brutto-Verkaufspreis nicht angepasst wurde, ein Nettoumsatzplus für die Apotheke. Dieses Plus fließt bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage zur Einkommensteuer und Gewerbesteuer wieder dem Fiskus zu.

Achtung! Alle geparkten Vorgänge sollten ebenfalls noch heute bearbeitet werden.

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