Geiselnahme in Kölner Apotheke im Hauptbahnhof | APOTHEKE ADHOC
Hauptbahnhof gesperrt

Geiselnahme in Kölner Apotheke im Hauptbahnhof

, Uhr aktualisiert am 15.10.2018 15:24 Uhr
Berlin -

Geiselnahme in der Apotheke im Hauptbahnhof in Köln. Auf dem Bahnhof herrschte stundenlang Alarmstufe 1. Per Lautsprecherdurchsagen wurden die Reisenden aufgefordert, den Bahnhof umgehend zu verlassen. Die Polizei riegelte den Bereich großräumig ab. Der Täter konnte gegen 15 Uhr verhaftet werden, er ist schwer verletzt. Rettungskräfte begannen umgehend mit seiner Reanimierung, danach wurde er in ein Krankenhaus eingeliefert. Auch ein 14-jähriges Mädchen kam in ein Krankenhaus.

Es waren atemberaubend spannende Stunden, die sich in Köln ereigneten: Der Täter, der heute mittag in der Apotheke im Hauptbahnhof eine Geisel in seine Gewalt brachte, ist unter Kontrolle. Gegen 12.45 Uhr begann der Polizeieinsatz. Spekulationen über einen terroristischen Hintergrund der Tat wollte ein Polizeisprecher nicht bestätigen.

Der Polizeisprecher sagte: „Der Einsatz ist beendet. Der Täter wurde festgenommen. Derzeit ist der Hintergrund der Tat völlig unklar. Was Sie gehört haben, waren Blendgranaten. Wir waren mit starken Kräften schnell vor Ort.“ Eine weitere Sprecherin der Kölner Polizei gegenüber APOTHEKE ADHOC: „Die Hintergründe sind noch nicht ganz aufgeklärt. Der Tatverdächtige ist schwerst verletzt und befindet sich derzeit in intensivmedizinischer Behandlung. Inwiefern er mit dem 14-jährigen Mädchen, das den Bahnhof verließ, in Verbindung steht, muss noch geklärt werden.“ Gerüchte, wonach auch eine Mitarbeiterin der Apotheke im Hauptbahnhof bei der Geiselnahme verletzt wurde, konnte die Polizeisprecherin nicht bestätigen.

Die Lage war stundenlang unübersichtlich, die Informationen überschlugen sich. Schließlich verdichteten sich Hinweise, dass ein junges Mädchen von einem Mann angezündet wurde und sich in die Apotheke retten wollte. Das Opfer des Brandanschlags sei im Krankenhaus. In der Apotheke lief stundenlang der Anrufbeantworter.

Augenzeugen zufolge sind Schüsse gefallen; auch das wurde bislang von der Polizei nicht bestätigt. Auf Twitter bat die Kölner Polizei: „Posten Sie keine Fotos oder Videos vom Polizeieinsatz! Streamen Sie nicht live, damit unterstützen Sie den Täter!“ Vor dem Kölner Hauptbahnhof hatten sich viele Schaulustige eingefunden.

In den vergangenen Stunden war der komplette Bahnhofsbereich inklusive Breslauer Platz gesperrt. Polizeibeamte positionierten sich mit Sturmgewehren vor dem Hauptbahnhof. Auch auf den Gleisen standen Polizisten, um den Täter im Falle einer Flucht stellen zu können. Schwer bewaffnete SEK-Beamte mit Rammböcken hatten am Nachmittag den Bahnhof betreten. Polizei und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot im Einsatz, auch ein Spezialeinsatzkommando war vor Ort. Vor dem Bahnhof war Brandgeruch wahrnehmbar. Zur Identität des mutmaßlichen Täters lagen der Polizei vorerst keine Hinweise vor.

Die Deutsche Bahn hatte auf Twitter mitgeteilt, dass es in der Folge der Polizeiermittlungen zu Sperrungen und Zugausfällen komme. Der Reiseverkehr im Kölner Hauptbahnhof kam am Nachmittag völlig zum Erliegen. „Die Polizei hat den Hauptbahnhof komplett gesperrt, dementsprechend werden die Züge großräumig umgeleitet – das gilt für den Fernverkehr“, sagte eine Sprecherin von DB NRW. „Sämtliche RE-Linien und S-Bahnen werden umgeleitet und oder enden vorzeitig“, schrieb die Bahn zudem auf Twitter.

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