Personalmangel und Überalterung

Das große Apothekensterben – kommt erst noch dpa/APOTHEKE ADHOC, 10.02.2019 15:31 Uhr

Zudem sieht man auch beim Apothekerverband Nachwuchsprobleme. „Jungen Approbierten erscheint die Übernahme einer Hauptapotheke oft als ein wirtschaftlich zu hohes Risiko“, sagt Dittrich. Zudem seien die von der pharmazeutischen Industrie oder den öffentlichen Einrichtungen gezahlten Gehälter noch etwas lukrativer.

Ähnliche Schilderungen kommen aus Mecklenburg-Vorpommern. Dort warnt der Apothekerverband vor Versorgungslücken auf dem Land: „Es gibt Zonen in unserem Land, wo die Wege zur nächsten Apotheke schon jetzt sehr lang sind, etwa im Südosten“, sagt Vorstand Thomas Müller. Gründe seien Personalmangel und Schwierigkeiten bei der Suche nach Nachfolgern für Apotheker, die sich zur Ruhe setzen. Wenn die Pharmazieingenieure aus der ehemaligen DDR in Rente gingen, gebe es ein großes Problem, so Müller weiter. „Wenn die Pharmazieingenieure weg sind, sitzen viele Kollegen ohne Urlaub da.“ Denn eine Apotheke darf nur öffnen, wenn ein approbierter Apotheker anwesend ist – oder eben ein Pharmazieingenieur. In kleinen Apotheken sei der Inhaber aber oft der einzige mit Approbation. „Ich kenne genug Kollegen, die suchen verzweifelt einen zweiten oder dritten Apotheker.“

Ob es gelingt, genügend junge Menschen zur Übernahme von Landapotheken mit oft nicht allzu üppigem Umsatz zu überzeugen, steht nach seinen Worten in den Sternen. Ein Kredit in Höhe von mehreren hunderttausend Euro müsse für eine Übernahme in der Regel aufgenommen werden. „Selbst bei einer kleinen Apotheke ist schon das Warenlager mindestens 70.000 Euro wert.“ Und dann warteten 50- bis 60-Stunden-Wochen auf den Übernehmer. Auch dazu sei nicht jeder junge Mensch bereit.

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