DDR-Beruf

Immer weniger Pharmazieingenieure: Apotheker besorgt dpa, 09.08.2019 15:00 Uhr

Berlin - Pharmazie-Ingenieure sind ein DDR-Relikt in deutschen Apotheken. Die letzten so ausgebildeten Fachleute haben ihr Studium kurz vor dem Mauerfall begonnen. 30 Jahre später hinterlässt ihr allmähliches Ausscheiden Lücken.

Pharmazie-Ingenieure, deren Qualifikation mit einem Fachhochschulabschluss vergleichbar ist, dürfen mehr als PTA oder PKA mit einer klassischen Berufsschulausbildung. „Neben der Anfertigung von Medikamenten wie Salben, Cremes, Lösungen, Kapseln und Pulver, der Beratung der Kunden und der Abgabe von Medikamenten dürfen sie auch den Notdienst in einer Apotheke übernehmen und bis zu vier Wochen die Inhaber vertreten – wozu sonst nur approbierte Apotheker berechtigt sind“, erläutert Stefan Fink, der Vorsitzende des Thüringer Apothekerverbandes. Letzteres ist für ihn der wichtigste Vorzug des DDR-Berufsbildes.

Diese Fachkräfte bedeuteten für die Inhaber eine große Entlastung, bekräftigt Christine Heinrich, Geschäftsführerin der Apothekerkammer Sachsen-Anhalt. „Anderenfalls müssten sie Apotheker einstellen, die aber gerade auf dem Land schwer zu kriegen sind.“ Noch etwa 4400 Pharmazie-Ingenieure „Made in GDR“ sind laut Bundesapothekerkammer heute noch in Deutschland tätig.

Sabine Fink hat ihre Ausbildung kurz vor dem Mauerfall 1989 beendet. „Erst zwei Jahre Lehre bis zum Facharbeiter, danach ein Jahr Arbeit in der Apotheke, anschließend zwei Jahre Direktstudium an der Ingenieurschule in Leipzig plus ein halbes Jahr praktische Ausbildung“, beschreibt sie ihren beruflichen Start. Auch die Variante als Fernstudium sei möglich gewesen. Anfang der 1990er Jahre sei der Ingenieur-Studiengang eingestellt worden.

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